Jung und hungrig: Hockeyherren planen direkten Wiederaufstieg in 1. Bundesliga

Sie wollen den TC Blau Weiss möglichst schnell wieder zurück in die 1. Bundesliga bringen: der sportliche Leiter Hendrik Gay (l.) und Trainer Alexander Stahr. (Foto: Michael Nittel)
Berlin: TC Blau Weiss Berlin |

Grunewald. Am Wochenende startet für die Herren vom TC Blau Weiss Berlin mit zwei Auswärtsspielen die neue Saison in der 2. Feldhockey-Bundesliga. Das Ziel der Truppe vom Grunewald ist klar: der sofortige Wiederaufstieg ins Oberhaus.

„Wir wollen schon so schnell wie möglich – am liebsten natürlich schon in dieser Saison – wieder in die 1. Bundesliga aufsteigen“, umreißt der sportliche Leiter der Blau Weissen, Hendrik Gay, die Zielsetzung. In der Eliteliga hatte man zuletzt immerhin drei Jahre am Stück gespielt. Für die Mission Wiederaufstieg hat man mit der Verpflichtung des 113-fachen Nationalspielers Pilt Arnold einen Transfercoup gelandet. Der 28-Jährige, der 23 Jahre lang für den Lokalrivalen Berliner HC aktiv gewesen ist, war im Sommer vom Uhlenhorster HC nach Berlin zurückgewechselt. „Mit der Verpflichtung von Pilt haben wir ein eindeutiges Signal gesendet“, erklärt Gay. „Und das heißt nicht nur, so schnell wie möglich wieder aufzusteigen, sondern uns mittelfristig auch in der 1. Bundesliga zu etablieren.“

Gute Voraussetzungen

Die Voraussetzung sind sehr gut: Der TC Blau Weiss verfügt mit Alexander Stahr über einen mittlerweile sehr erfahrenen Trainer und über eine junge und hungrige Mannschaft. Mit Fedor Bock, Paul Dösch und Thies Prinz stehen allein drei Juniorennationalspieler in den Reihen der Blau Weissen, die Ende Juli U18 Europameister geworden sind. Coach Stahr ist davon überzeugt, dass diese Drei mit zu den größten Talenten gehören, die es zurzeit im deutschen Herrenhockey gibt. „Damit stehen wir natürlich ein wenig unter Zugzwang, weil man mit so viel Talent automatisch zu den Favoriten auf den Aufstieg gehört“, der Trainer. „Hinzu kommt, dass die jungen Spieler größtenteils aus unserem Klub kommen. Und natürlich wollen wir sie auch halten“, ergänzt Hendrik Gay. „Das gelingt aber nur, wenn wir mit ihnen auch 1. Bundesliga spielen – und zwar dauerhaft.“

Heimspiel am 17. September

Zum Auftakt geht es gleich zu zwei Teams, die man durchaus zum erweiterten Favoritenkreis zählen kann: Am Sonnabend, 10. September, gastieren die Berliner beim SC Frankfurt 1880 am Main. Und nur 22 Stunden später geht es zur TG Frankenthal. „Zu den ärgsten Konkurrenten um den Aufstieg zähle ich zu allererst den Münchner SC, mit dem uns eine jahrelange sportliche Rivalität verbindet. Aber auch unsere Auftaktgegner Frankfurt und Frankenthal sollte man im Auge behalten“, warnt Trainer Stahr. „Gerade die Mannschaften aus dem Süden Deutschlands sind sehr unangenehm zu spielen: Sie sind traditionell heimstark, körperlich sehr präsent und gegen uns, als den vermeintlichen Favoriten, natürlich immer besonders motiviert“, ergänzt der Coach. Umso wichtiger sei es, mit guten Ergebnissen in die Saison zu starten, um gleich ein Ausrufezeichen zu setzen und nicht von Beginn an der Musik hinterherzulaufen.

Am Sonnabend, 17. September, 14 Uhr präsentieren sich die Blau Weissen dann zum ersten Mal in der neuen Spielzeit den heimischen Fans. Auf der klubeigenen Anlage an der Waldmeisterstraße 10 wird dann der Münchner SC zu Gast sein. Alexander Stahr abschließend: „Dieser Saisonstart hat es in sich. Aber wir wissen um unsere Stärke und sind gut gerüstet.“ min
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