"Charlotte" baut Mehrgenerationenhaus

Ziehen im November in das Mehrgenerationenhaus an der Cautiusstraße: Anna-Luise und Helmut Gerlach, Gabriele und Götz Hinderlich. (Foto: Ulrike Kiefert)
Berlin: Mehrgenerationenhaus "Charlotte" |

Hakenfelde. Das erste Mehrgenerationenhaus im Kiez entsteht gerade an der Cautiusstraße 17/19. Von jung bis alt wird dort künftig auf gute Nachbarschaft gesetzt.

Nach dem ersten Spatenstich vor 17 Monaten wurde jetzt Richtfest gefeiert und dem Rohbau am 15. April die Krone aufgesetzt. Spätestens im November will die Charlottenburger Baugenossenschaft das Bauprojekt gestemmt haben. Dann soll das Mehrgenerationenhaus bezugsfertig sein. Alle 32 Wohnungen sind bereits vermietet. Singles, Familien und Senioren werden dort einziehen und zusammen unter einem Dach leben.

Der Wunsch nach solchen Wohnformen ist offenbar groß. "Wir hatten 140 Bewerber", sagte Rudolf Orlob vom Vorstand der "Charlotte". Dennoch ist das Mehrgenerationenhaus nicht nur das erste seiner Art, das die Baugenossenschaft in Spandau realisiert. Für die "Charlotte" ist es auch der erste Neubau seit 20 Jahren im Bezirk. Der Grund: Preisgünstige Grundstücke sind kaum noch zu finden. Die aber bräuchten Genossenschaften, wenn sie ihrem Konzept entsprechend vernünftige Mietpreise anbieten wollen, so Orlob. Auch für das Mehrgenerationenhaus hat die "Charlotte" lange nach einem Grundstück gesucht. Bis die Evangelische Kirchengemeinde Wichern-Radeland in Spandau der "Charlotte" das Grundstück anbot und beide einen Erbbaurechtsvertrag abschlossen. Ende Mai 2014 erfolgte dann der Baustart für das 6,5-Millionen-Euro-Projekt. Zu den künftigen Mietern gehören auch die befreundeten Ehepaare Anna-Luise und Helmut Gerlach sowie Gabriele und Götz Hinderlich. Die vier haben sich bewusst für den Umzug von der Westerwaldstraße im Falkenhagener Feld an Spandaus grünen Stadtrand entschieden. "Wir suchen Ruhe und freuen uns schon auf das neue Haus", sagte Gabriele Hinderlich. Der Fünfstöcker ist komplett barrierefrei und hat einen 100 Quadratmeter großen Raum für gemeinschaftliche Zwecke. Das schätzt auch Liane Mebesius. Sie zieht mit ihrem Mann, ihrem Sohn, ihrer Schwiegertochter und der fünfjährigen Enkeltochter in das Mehrgenerationenhaus. Beide Familien wohnen zwar in getrennten Wohnungen, aber trotzdem Tür an Tür. So können sie sich jederzeit in allen Lebenslagen helfen.


Ulrike Kiefert / uk
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