Schranke am Fährweg bleibt: Bezirksamt lehnt Verkauf der Fläche in Schutzzone ab

Für Claus Fromm und die anderen Kleingärtner sind Schranke und Poller ein Ärgernis. (Foto: Ulrike Kiefert)
Berlin: Gartenkolonie Am Fährweg |

Hakenfelde. Das Bezirksamt wird die bei den Kleingärtnern umstrittene Schranke in der Gartenkolonie Am Fährweg nicht entfernen. Das wurde in der BVV am 8. Juli deutlich. Dort gab es eine Einwohneranfrage zum Thema.


Seit gut zwei Jahren streiten die rund 20 Kleingärtner der Gartenkolonie Am Fährweg mit dem Bezirksamt über die Schranke. Das Bezirksamt hatte sie im Mai 2013 am Ende des Fährwegs, der vom Elkartweg zur Uferpromenade führt, errichten lassen. Die rund 190 Quadratmeter große Fläche am Aalemannkanal soll begrünt werden.

Die Kleingärtner der dortigen Eigentümergemeinschaft aber wollen die Schranke nicht. Sie können jetzt dort ihre Autos nicht mehr wenden, denn der unbefestigte Fährweg ist zu schmal dafür. Das gleiche Problem haben seitdem auch Müllabfuhr, Fäkalienentsorger und Rettungswagen (wir berichteten). Die Kleingärtner hatten darum vorgeschlagen, die Fläche vom Bezirksamt zu kaufen. Doch dieser Verkauf kommt wegen Planungsbefangenheit nicht in Frage, argumentierte Bürgermeister Helmut Kleebank (SPD) in der Bezirksverordnetenversammlung (BVV). Dort hatte Claus Fromm als Interessenvertreter der Eigentümergesellschaft nachgefragt.

"Keine Kompromisse"

Die landeseigene Fläche sei Teil eines geplanten Grünzugs und Wasserschutzzone, so Kleebank weiter. Und somit auch kein gewidmetes Straßenland, weshalb die Eigentümer auch kein Fahrrecht über dieses Grundstück hätten. „Wegen der Ufernähe dienen Schranke und Poller zum Schutz des Grundwassers. Hier machen wir auch keine Kompromisse“, so der Bürgermeister.

Zwischenzeitlich hatte das Bezirksamt den Kleingärtnern einen Mietvertrag für die Fläche angeboten. „Der aber ist völlig inakzeptabel“, meint Fromm. Denn die Schranke soll trotzdem bleiben. Zwar würden die zwei direkt angrenzenden Einzelmieter, die vom Schlagbaum ausgrenzt sind, einen Schlüssel erhalten. Die restlichen Kleingärtner aber nicht. Außerdem müssten sich die Mieter verpflichten, die Wendefläche für Autos auf eigene Kosten zu asphaltieren, um den Wasserschutz zu gewährleisten. „Bei einer Vertragslaufzeit von einem Jahr halten wir das für eine unangemessene Auflage“, moniert Claus Fromm. Den Mietvertrag wollen die Kleingärtner auch darum nicht unterschreiben. uk
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