Anwohner wollen ihre Briefträgerin zurück

Hakenfelde. Anwohner aus dem Schnepfenreuther Weg wollen ihre ehemalige Postbotin zurück. Deshalb haben sie eine Unterschriftenaktion gestartet. Doch die Post bleibt bei ihrer Entscheidung.

Mehr als 80 Unterschriften haben Nachbarn aus dem Schnepfenreuther Weg gesammelt und an die Post geschickt. Sie wollen ihre alte Briefträgerin zurück. Ihr Arbeitgeber hatte sie im Juli nach eineinhalb Jahren in einen anderen Zustellbezirk versetzt. Weil die Postbotin so zuverlässig war, wollen die Anwohner nicht auf sie verzichten. "Seit der Übernahme des Bezirks durch die neue Postbotin haben wir keinerlei Anlass zu Beschwerden. Im Gegenteil. Ihre umsichtige, dabei stets freundliche Art ist ein ausgesprochen positiver Werbeträger für die Deutsche Post", schreiben die Anwohner in ihrem Bittbrief an die Post.

Zuvor seien Briefe häufig in falschen Briefkästen gelandet. Und auch der neue Postbote im Schnepfenreuther Weg sei wenig motiviert, moniert ein Anwohner, der seinen Namen nicht in der Zeitung lesen will.

Postsprecher Rolf Schulz bestätigt, dass die Postbotin aus dem Schnepfenreuther Weg einen anderen Zustellbezirk übernommen hat. Dies sei bei der Deutschen Post gängige Praxis und generell die Folge struktureller Veränderungen in vorhandenen Zustellbezirken, etwa durch Zu- oder Wegzüge von Bewohnern oder durch mehr oder weniger Post. Touren müssten deshalb personell umbesetzt werden.

"Grundsätzlich sind wir dabei bemüht, eingearbeitete Zusteller auch im Interesse der Kunden in ihrem Bezirk zu halten", sagt Rolf Schulz. Jedoch sei ein Wechsel nicht immer zu vermeiden, wie im Fall der bisherigen Postzustellerin im Schnepfenreuther Weg. Dass die Anwohner mit der Arbeit ihrer Zustellerin zufrieden gewesen seien, sei eine schöne Anerkennung, so Schulz. Die Unterschriftenaktion hätte jedoch keinen Einfluss auf die Entscheidung.


Ulrike Kiefert / uk
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