Bauhaus: viel Verkehr, neue Ampelschaltung

Am Tor zur westlichen Innenstadt ist es deutlich zu bemerken, dass der Güterbahnhof Halensee nicht mehr brachliegt. (Foto: Schubert)

Halensee. Zehn Jahre dauerte die Planung, man bekam einen Baumarkt in Sonderformat - und einen Verkehrsandrang, der zu Stoßzeiten kaum zu bewältigen ist. Jetzt wurde die Ampel neu justiert. Ob das genügt?

Am Tor zur City West braucht es neuerdings mehr Geduld. Ku’damm/Ecke Schwarzbacher Straße, später Nachmittag, Feierabendverkehr: Die Bremslichter leuchten. Stau. Man merkt es dem Verkehrsaufkommen an, dass der Güterbahnhof Halensee nicht mehr brachliegt. So willkommen der neue Baumarkt auch sein mag - Verbesserungsbedarf scheint vorhanden. "Wir üben keine Kritik an Bauhaus", sagt der CDU-Bezirksverordnete Manuel Hercygier. "Aber wir werfen einen besorgten Blick auf die verkehrliche Situation davor."

Kern des Problems ist aus Sicht seiner Fraktion die Ampelschaltung. Eigentlich sollte sie den Zufluss zum Baumarkt und dem Autobahnzubringer ausgewogen regeln. "Es bildet sich aber ein Rückstau auf der Schwarzbacher Straße und bei Linksabbiegern in diese Straße vom Kurfürstendamm", beklagt Hercygier. Nicht nur seine Beobachtungen, sondern auch Gespräche mit den Verantwortlichen von Bauhaus und des Martin-Luther-Krankenhauses bringen ihn zu dem Schluss, dass es hier ein Problem gibt. Ob man nicht mit einer anderen Ampelschaltung Fortschritte erzielen könne?

Dies sei am 14. März geschehen, erklärt Verkehrsstadt Marc Schulte (SPD). Ob es etwas bringt, will die Verkehrslenkung Berlin vom Bezirksamt beobachten lassen. "Es gab dort früher schon Staus, weil man einen Schleichweg zur Umfahrung der Stadtautobahn nutzen kann", merkt Schulte an. "Außerdem wird die Situation von der Polizei bisher nicht als kritisch wahrgenommen."

Kritisches erlebt die SPD-Politikerin Annegret Hansen aber sehr wohl. Als Anwohnerin bieten ihr die Staus ein Bild "wie an einem Grenzkontrollposten". Staus, rasante Fahrweise, Abkürzungen über eine Tankstelle. Besonders heikel: Autofahrer verwechseln die Zufahrten von Autobahnabfahrt und Bauhaus, werden so zu Geisterfahrern. "Vielleicht sind es schon zu viele Schilder", überlegt Hansen. "Und die Leute sehen das Ziel vor Augen nicht."


Thomas Schubert / tsc
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