Bezirk will Einzelhandel schützen

Halensee. Gefahr für lokales Gewerbe? Auf der Fläche des ehemaligen Güterbahnhofs Halensee wollen gleich zwei Lebensmitteldiscounter neue Geschäfte eröffnen. Doch ihre Bauanträge haben keine Aussicht auf Bewilligung.

Man werde Anträge zurückstellen und die Ansiedlung von Einzelhandel künftig per Bebauungsplan ausschließen, teilte Stadtentwicklungsstadtrat Marc Schulte (SPD) mit. Er fühlt sich dabei an einen BVV-Beschluss gebunden, wonach bereits bestehendes, kleinteiliges Gewerbe im Umfeld des neuen Bauhaus-Marktes am Kurfürstendamm zu schützen ist.

Produktionsbetriebe mit angeschlossenem Verkauf dürfen sich auf der besagten Fläche aber sehr wohl ansiedeln, betont CDU-Stadtentwicklungsexperte Stefan Häntsch. So wäre es zum Beispiel rechtens, wenn ein Steinmetz seine Produkte vor Ort herstellt und auch veräußert. Diese Bedingung sei beim Geschäftskonzept von Lebensmitteldiscountern nicht gegeben.

Eine Gefahr, mit der Verweigerung des Bauvorhabens Entschädigungsansprüche auszulösen, wie es im Fall des Bauprojekts auf dem Gelände der Kleingartenkolonie Oeynhausen zu erwarten steht, schließt das Bezirksamt bei den Discountern am Güterbahnhof aus.


Thomas Schubert / tsc
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