Mietshaus wird „Haydn Palais“: Neue Ideen auf altem Boden: Bauarbeiten haben begonnen

Fassade neu und Dach ausgebaut, aber dem historischen Erbe wird Rechnung getragen, so der Plan des Investors, Ronald Janzen. (Foto: BERTSCH Architekten)
Berlin: Joseph-Haydn-Straße 1 |

Tiergarten. Wenn Steine sprechen könnten, würden sie im Fall des Hauses in der Joseph-Haydn-Straße 1 sehr viele Geschichten erzählen. Jetzt wird der Solitär im Hansaviertel saniert.

Dass das Haus mit klassizistischer Fassade neben dem S-Bahnhof Tiergarten überhaupt noch steht, und zwar als einziges aus der Vorkriegszeit, ist dem Avantgardekünstler und Baumpaten Ben Wagin zu verdanken. Seit 1957 lebt er dort.

Für weiteren Erhalt des denkmalgeschützten Mietshauses setzt sich nun auch ein weiterer Liebhaber ein: Ronald Janzen. Der Projektentwickler und Investor hat das außergewöhnliche, aber sehr heruntergekommene Haus aus dem 19. Jahrhundert vor einigen Jahren erworben und will es behutsam sanieren.

„Haydn Palais Berlin“, so sein neuer Name, soll klassisches und modernes Wohnen bieten und gleichzeitig ein Ort „kreativen Arbeitens und der Kommunikation“ sein, heißt es. Im Mai ist mit den Arbeiten im Untergeschoss begonnen worden. Derzeit wird das Baugerüst montiert. Investor Janzen möchte der Vergangenheit des Hauses Rechnung tragen, indem er die Fassadenbereiche der Innenhöfe samt Einschusslöcher aus dem Zweiten Weltkrieg erhalten will. Unangetastet soll auch das Treppenhaus mit Bemalung und Eiffel-Treppe bleiben. Geplant ist zudem ein Dachausbau. Bisher besitzt das Haus nur ein Notdach aus Nachkriegszeiten. Entstehen sollen zwei insgesamt 400 Quadratmeter große Wohnungen und zwei Dachterrassen.

KEN
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