Geburtsort der Schwulenbewegung: Entwürfe für Denkmal zu sehen

Wann? 05.11.2015 bis 15.11.2015

Wo? Haus der Kulturen der Welt, John-Foster-Dulles-Allee 10, 10557 Berlin DE
Berlin: Haus der Kulturen der Welt |

Tiergarten. Ab 5. November zeigt der Lesben- und Schwulenverband Berlin-Brandenburg und die Universität der Künste im Haus der Kulturen der Welt die Entwürfe des Denkmals für die erste homosexuelle Emanzipationsbewegung. Der ehemalige Regierende Bürgermeister, Klaus Wowereit, wird die Ausstellung um 19 Uhr eröffnen.

1897 gründete der deutsche Arzt und Sexualforscher Magnus Hirschfeld (1868-1935) mit anderen in seiner Charlottenburger Wohnung das Wissenschaftlich-humanitäre Komitee. Es war die erste Organisation, die sich gegen entsprechende Strafgesetze wandte und die Öffentlichkeit über das „Wesen der mann-männlichen Liebe“ aufklären wollte. Der berüchtigte Paragraph 175 stellte sexuelle Handlungen zwischen Männern unter Strafe. Er bestand vom 1. Januar 1872 bis zum 11. Juni 1994. Mit dem Denkmal, das im Sommer 2016 am Spreeufer gegenüber dem Bundeskanzleramt errichtet werden soll, wird die erste Homosexuellenbewegung nun dreifach gewürdigt. 2008 erhielt das nördliche Spreeufer östlich der Paulstraße den Namen Magnus-Hirschfeld-Ufer. Seit vier Jahren erinnern zwei Stelen an ihn und seine Emanzipationsbewegung. Die Verwirklichung des lange geplanten Denkmals wurde dank vieler Spenden und einer Zuwendung der Lotto-Stiftung Berlin möglich. Der Lesben- und Schwulenverband als Initiator des Vorhabens kooperiert mit der Universität der Künste.

Bis 15. November können Besucher täglich von 10 bis 19 Uhr im Haus der Kulturen der Welt, John-Foster-Dulles-Allee 10, die Entwürfe begutachten und vor Ort ihr Urteil abgeben. Über die Auswahl eines Siegerentwurfs entscheidet auch eine Fachjury aus politischen Entscheidungsträgern und Fachleuten aus dem deutschen und internationalen Kunstbetrieb. KEN
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