Bürgerverein fordert weiterhin Ortsteilschilder fürs Hansaviertel

Hansaviertel. Tegel und Borsigwalde haben sie, das Hansaviertel will sie auch: Ortsteilschilder, die darauf verweisen, wo man sich gerade befindet.

"Selbst Einheimische wissen nicht genau, wo das Hansaviertel beginnt und aufhört", sagt Manfred Wolff vom Bürgerverein Hansaviertel. "Es wird gerne mit Tiergarten verwechselt." Häufig würde auch das Interbau-Areal mit dem Hansaviertel gleichgesetzt. "Durch die Gebietsreform ist einige Verwirrung entstanden." Vor der Bezirkszusammenlegung bestand der Bezirk Tiergarten aus den Ortsteilen Moabit, Hansaviertel und Tiergarten-Süd.

Auf Anregung des Bürgervereins hat die Bezirksverordnetenversammlung am 20. Februar beschlossen, dass das Bezirksamt zusammen mit dem Verein die Schilder aufstellen soll. Voraussetzung ist aber eine Finanzierung durch Dritte. Schließlich ist der Bezirk Mitte mehr als klamm. "Die Kosten würden wir mit Hilfe von Sponsoren selbst übernehmen", so Manfred Wolff. Trotzdem ruhte die Sache dann beim Bezirksamt. Auf Anfrage erhielt Manfred Wolff im Mai vom Straßen- und Grünflächenamt die Mitteilung, ein Ortsteilschild für das Hansaviertel sei irreführend, weil es zu Mitte gehöre und es Mitte als Ortsteil bereits gebe. Und erst am 15. Oktober hat Baustadtrat Carsten Spallek (CDU) einen Brief an Christian Gaebler, Staatssekretär von Stadtentwicklungssenator Michael Müller (beide SPD), geschrieben, um die Zuständigkeiten für die Ortsteilschilder zu klären. Mit dem Ergebnis, dass die Entscheidung über die Schilder die Verkehrslenkung Berlin zu treffen hat. Angesichts der personellen Situation in dieser Behörde heißt das, weiter auf eine Entscheidung warten. "Es wäre schön gewesen, wenn die Ortsteilschilder auf einem einfacheren Weg möglich gemacht würden", meint der Vorsitzende des Bürgervereins, Matthias Rudolph. Der Verein hält jedenfalls an seinem Plan fest. Immerhin fragten sehr viele an Architektur interessierte Touristen nach dem Hansaviertel. Und wenn Moabit ein solches Ortsteilschild besitzt, warum dann nicht auch das Hansaviertel.


Karen Noetzel / KEN
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