Verein und Schule kritisieren Zustand des Sportplatzes

Kaputter Bodenbelag: Franziska Schotte und Manfred Wolff sorgen sich um den Zustand des Sport- und Spielplatzes an der Lessingstraße. (Foto: KEN)

Hansaviertel. Franziska Schotte und Manfred Wolff zeigen auf das "Loch", wie sie die mehrere Quadratmeter messende, starke Beschädigung des Belages nennen. Hier lauere eine große Unfallgefahr. Die kommissarische Konrektorin der Hansa-Grundschule und das engagierte Mitglied des Bürgervereins Hansaviertel sorgen sich um den Zustand der Sportanlage an der Lessingstraße.

Der als öffentlicher Spielplatz zugelassene Sportplatz zwischen Gymnasium Tiergarten und der Hansa-Grundschule sei bei Kindern und Jugendlichen äußerst beliebt, weiß Manfred Wolff. Vor allem an den Wochenenden seien alle Plätze belegt. Unverständlich ist für den ihn, dass der Bezirk das Gelände so verkommen lasse.

Die unter Denkmalschutz stehende Turnhalle sei von Graffiti verunziert. "Sie gehört saniert", fordert Wolff. Auch die Beete müssten in Ordnung gebracht werden. Das habe sie mit ihrer Schulklasse in Gemeinschaftsarbeit schon getan, berichtet Franziska Schotte. "Die Arbeit war schnell hinfällig." Es müsse - gerade im Herbst - regelmäßig das Laub entfernt werden. Es gebe keine Papierkörbe. Trenngitter fehlten. Das Fußballtor zum angrenzenden Parkplatz des Gymnasiums sei defekt. Ärger mit den Autobesitzern sei da zu erwarten, sagt Manfred Wolff.

Ganz besonders liegt dem Bürgerverein Hansaviertel ein Trinkbrunnen am Herzen. Wäre einer wie im Kleinen Tiergarten für die Trinkerszene hier installiert, müssten die jungen Leute vor allem in der warmen Jahreszeit nicht hinüber zur Tankstelle gehen, um sich Getränke zu kaufen. Was ja wieder Müll auf dem Sport- und Spielplatz verursache. Ein Wasseranschluss wäre an der Wand zu den Turnhallen-Toiletten denkbar, sagt Konrektorin Schotte.

Große Hoffnungen auf eine baldige Sanierung von Sportplatz und Turnhalle können sich Franziska Schotte und Manfred Wolff und mit ihnen die Jugendlichen im Hansaviertel allerdings nicht machen. Sabine Smentek, Stadträtin für Jugend, Schule, Sport und Facility Management, stellt klar: Weder Sportanlage noch die 2006 teilweise sanierte Turnhalle seien für das Jahr 2015 in der Baumaßnahmeplanung enthalten. "Leider reichen die finanziellen Mittel des Bezirkes nicht aus, um die auch aus unserer Sicht notwendigen Arbeiten durchzuführen", bedauert Sabine Smentek. Das Bezirksamt prüfe jedoch, ob mittelfristig eine Sanierung aus dem Schul- und Sportstättensanierungsprogramm des Landes finanziert werden kann. Der Senat will im Doppelhaushalt 2014/2015 den Betrag auf 64 Millionen Euro verdoppeln.

Zur Reinigung der Anlage teilte die Stadträtin auf Anfrage der Berliner Woche mit, sie erfolge "mehrmals in der Woche durch die Schulhausmeister". Die Papierkörbe seien aus Sicherheitsgründen abgebaut worden. "Sie wurden in der Vergangenheit häufig in Brand gesetzt. Die Folgeschäden waren für die Sportanlage größer als die Beeinträchtigung durch mögliche Verunreinigungen", so Smentek.


Karen Noetzel / KEN
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