Wackel-Motorrad und Wasserpumpe: Endlich ein Spielplatz für den Gorgasring

Jamal und Jerry haben ihren Lieblingsort auf dem Spielplatz sofort gefunden: Es ist der Wasserspielbereich mit Pumpe. (Foto: Berit Müller)
 
Der Kiez rund um den Gorgasring hat endlich einen eigenen Spielplatz – in Höhe Hausnummer 17. (Foto: Berit Müller)

Haselhorst. Mit gut 100 Spielplätzen ist Spandau gar nicht so schlecht aufgestellt, wenn es um Freiluft-Angebote für die Jüngsten geht. Bloß im Kiez rund um den Gorgasring gab’s bislang nichts dergleichen. Jetzt ist ein Spielplatz inklusive Wasserplanschanlage da.

„Wasser marsch!“ lautet die Devise. Ein paar Jungs kriegen nicht genug vom Nass aus der Pumpe, unentwegt saust der Schwengel auf und ab. Schwall um Schwall ergießt sich auf rasch durchgeweichte Kinderschuhe. Also planscht das Grüppchen barfuß weiter. Die Temperaturen an diesem Spätsommertag erlauben es ja. Dichter Andrang auch nebenan vor der Mini-Kletterwand: Wer’s einmal hoch geschafft hat, will sofort nochmal. Genauso belagert sind Vogelnestschaukel und diverse spannende Balanciergeräte. Keine Frage, der Spielplatz am Gorgasring kommt bei den Kindern schon am Eröffnungstag bestens an.

Knapp 1500 Quadratmeter umfasst das nagelneue Schmuckstück, für das zwei Parzellen der Laubenpieper-Kolonie Hoffnung weichen mussten. „Das Wohngebiet brauchte nun mal dringend einen eigenen Spielplatz“, sagt Baustadtrat Carsten-Michael Röding (CDU), der die Anlage am 21. September für Spiel und Spaß freigab. Zur feierlichen Eröffnung spendierte der Stadtrat Gummibärchen für die kleinen Gäste, für alle am Bau Beteiligten gab’s ein herzliches Dankeschön.

Rund 270.000 Euro aus dem bezirklichen Investitionsetat flossen ins Projekt, geplant hat das Spandauer Straßen- und Grünflächenamt. Allerdings nicht allein. Mit im Boot saß die Gesellschaft für Jugend- und Sozialarbeit GJS, die Kinder der Schule am Gartenfeld und der evangelischen Kita Martin-Albertz-Haus nach ihren Wünschen und Ideen befragte; umgesetzt hat das Ganze dann die Landschaftsbaufirma Michael Schob.

Auch die Auswahl der Spielelemente verlief demokratisch – per Wettbewerb. Eine Jury aus Vertretern des Bezirksamtes, der Spielplatzkommission, den an der Planung beteiligten Kindern und einem Mitarbeiter der Berliner Wasserbetriebe entschied sich für den Entwurf der Firma Zimmer.Obst. Der Spielgerätehersteller setzte einen abwechslungsreichen Parcours aufs Gelände, der zum Klettern, Hangeln und Schaukeln einlädt, aber auch Platz fürs Buddeln und Sandburgen-Bauen lässt. Barrierearm ist die Anlage außerdem; zwei bewegliche Metall-Rampen sorgen beispielsweise dafür, dass auch Kinder mit körperlichen Behinderungen auf die Wasser- und Sandlandschaft gelangen. Der Plansch- und Matschbereich entstand mit den Berliner Wasserbetrieben – dank des Projektes „Raum für Kinderträume“, in dem sich Unternehmen ehrenamtlich für Spandauer Spielplätze engagieren. Auszubildende des Straßen- und Grünflächenamtes und der Wasserbetriebe haben gemeinsam Pumpe plus Rohre installiert und Erdhügel angelegt. Ein echtes Schmuckstück steuerte schließlich noch die BMW Group Werk Berlin bei – das Unternehmen sponserte ein Wackel-Motorrad samt Beiwagen.

Und auch einen Paten hat der neue Haselhorster Spielplatz bereits. Die Erzieher und kleinen Besucher der benachbarten Kita Martin-Albertz-Haus wollen fortan aufs Kleinod achtgeben – besiegelt wurde die Patenschaft per Urkunde, überreicht am Eröffnungstag. bm
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Uschi Hahn aus Haselhorst | 01.12.2016 | 23:17  
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