Falschgeld im Einschreiben: Polizei-Erfolg durch korrekte Post

Haselhorst. Ein fehlgeleitetes Einschreiben führte dazu, dass die Polizei am 8. September einen mutmaßlichen Falschgeldhändler an der Gartenfelder Straße festnehmen konnte.

Ein angeblicher Absender eines Briefes trug dazu bei, dass Falschgeld aus dem Verkehr gezogen werden konnte. Im Mai 2016 erschien auf einer Polizeistation in Hannover ein Mann und übergab den Polizisten einen Einschreibebrief, auf dem sein Name als Absender stand. Dieser Brief enthielt, wie sich später herausstellte, diverse Falschgeldnoten. Das Einschreiben war adressiert an eine Spandauer Anschrift und wurde, da es nicht zugestellt werden konnte, wieder an den Absender zurückgesandt.

Nur hatte dieser den Brief nie aufgegeben. Ermittlungen des Fachkommissariats des Landeskriminalamtes Berlin an der Haselhorster Anschrift ergaben, dass der Empfängername des Einschreibebriefes auf einem der Briefkästen in einem Wohnhaus der Gartenfelder Straße zusätzlich handschriftlich angebracht worden war. Nunmehr richteten sich die Ermittlungen gegen den 32-jährigen Mieter einer Wohnung des Hauses.

Bei der richterlich angeordneten Durchsuchung der Wohnung und des Autos des Tatverdächtigen am 8. September wurde die Polizei fündig. Die Ermittler gehen davon aus, dass das entdeckte Falschgeld in einer Gesamthöhe von 870 Euro im Darknet, dem besonders verschlüsselten und oft von Kriminellen genutzten Teil des Internets, beschafft wurde.

Der 32-jährige Tatverdächtige schwieg bisher zu den Vorwürfen. Die Ermittlungen dauern an. CS
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