Sicheres Spandau: Polizeidirektor ruft zu erhöhter Aufmerksamkeit auf

Berlin: Petrus-Kirche |

Spandau. Die Zitadellenstadt ist sicherer geworden – diese Botschaft hatte der Direktor beim Polizeipräsidenten, Stefan Weis, für die Seniorenfachtagung der Spandauer SPD zur Kriminalität am 25. November.

Eine Straftat tauchte im Statistikmaterial von Stefan Weis, Leiter der für Spandau und Charlottenburg-Wilmersdorf zuständigen Polizeidirektion 2, noch nicht auf: Als er in der Petrus-Kirche über Kriminalität sprach, wurde in Hennigsdorf eine 29-jährige festgenommen, die an das Geld eines 59-jährigen Spandauers kommen wollte. Bei dem hatte mittags ein Mann angerufen und sich als dessen Sohn in Geldnöten ausgegeben. Das dringend benötigte Bare würde eine andere Person in Empfang nehmen.

Da der 59-jährige keine Kinder hat, war ihm der Betrug sofort klar. Trotzdem ging er auf das Anliegen ein und bestellte danach die Polizei zum Übergabeort am S-Bahnhof Hennigsdorf, wo die Beamten zugriffen.

Immer wieder werden Senioren durch solche Tricksereien ausgenommen. Aber es gibt mehr Vorsicht: Die Menschen werden aufmerksamer, und auch ein funktionierendes Umfeld ist hilfreich, bis zur Bankangestellten, die beim Abheben eines größeren Betrages misstrauisch wird. Bei Trickdiebstählen gibt es nur einen leichten Anstieg, von 110 im Jahre 2014 auf bis Oktober 2015 insgesamt 116 Fälle. „Sie sollten aber auch nicht Ihre sozialen Kontakte aufgeben, und sich komplett zurückziehen“, gab Weis seinen älteren Zuhörern mit auf den Weg. Deutlich angestiegen sind im angesprochenen Zeitraum Taschendiebstähle von 696 auf bisher 842, Raubtaten gingen dagegen von 337 auf bisher 215 zurück. Eindeutig war Weis' Antwort auf die Frage nach Kriminalität im Umfeld von Flüchtlingsunterkünften: „Dort gibt es keinen Anstieg.“

Generell gilt immer: Bei verdächtigen Beobachtungen die 110 anrufen, und bei Gefahr auch die Dramatik deutlich machen: „Wir sind dann ganz schnell da“, so Weis. CS
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