25 Jahre Jugendgeschichtswerkstatt: Buchvorstellungen an der Galenstraße

Berlin: Jugendgeschichtswerkstatt (JGW) Spandau |

Spandau. Zum Auftakt ihres Jubiläumsjahres "25 Jahre Jugendgeschichtswerkstatt Spandau" lädt die Jugendgeschichtswerkstatt Spandau (JGW), Galenstraße 14, gemeinsam mit ihrem Förderverein zu zwei Veranstaltungen ein.

Am 5. Mai um 18 Uhr findet eine Lesung von Hans-Rainer Sandvoß, ehemaliger stellvertretender Leiter der Gedenkstätte Deutscher Widerstand, statt. Er forscht seit den 1980er Jahren zum Widerstand gegen die Nationalsozialisten in Berlin. Er liest aus seinem neuen Buch "Es wird gebeten, die Gottesdienste zu überwachen..." über den Widerstand von Religionsgemeinschaften in Berlin. Dabei geht es auch um verschiedene christliche Gemeinden und Zeugen Jehovas in Spandau.

Eine Woche später, am 12. Mai ebenfalls um 18 Uhr, stellt die Jugendgeschichtswerkstatt ihr neues Buch vor: "Elisa Rossignol". Es handelt sich um einen biografischen Roman über eine Französin, die im 2. Weltkrieg als junges Mädchen zur Zwangsarbeit nach Spandau verschleppt wurde. Sie

musste mehr als drei Jahre im "Luftfahrtgerätewerk" in Hakenfelde für die deutsche Rüstungsindustrie arbeiten. Die JGW hat die Biografie, die ihr Sohn Guy 2007 geschrieben hat, auf deutsch übersetzt und bringt sie als Band 7 der Schriftenreihe der Jugendgeschichtswerkstatt Spandau heraus. Es sind die ersten Lebenserinnerungen von einer ehemaligen Zwangsarbeiterin des "Luftfahrtgerätewerkes", die nun veröffentlicht werden.

Jugendliche der Jugendgeschichtswerkstatt Spandau haben 2011 Elisa Gérard, wie sie heute heißt, an ihrem Wohnort in der Bretagne besucht und interviewt. Die Jugendlichen waren die ersten Deutschen, mit denen die heute 93-Jährige über ihre Erlebnisse in Spandau sprach. Diese Reise ist ebenfalls im Buch dokumentiert. Die Jugendlichen werden persönlich von der Begegnung mit Elisa Gérard auf der Veranstaltung berichten. Beide Veranstaltungen sind entgeltfrei.


Christian Schindler / CS
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