Barrierefreie Bibliothek für alle Haselhorster kommt wohl

Haselhorst. Die Haselhorster erhalten vermutlich noch in diesem Jahr eine attraktivere Stadtteilbibliothek. Das gab Bildungsstadtrat Gerhard Hanke (CDU) am 13. März bekannt.

Bisher befinden sich die Räumlichkeiten der Haselhorster Stadtteilbibliothek im Förderzentrum Schule am Gartenfeld, Gartenfelder Straße 81. Gut 16 500 Medien können hier genutzt werden. Allerdings sind die Räume für Körperbehinderte schwer zugänglich, die beiden Geschosse der Bibliothek selbst sind mit einer Wendeltreppe verbunden.

Jetzt sieht Bildungsstadtrat Hanke die Chance, aus einem Manko ein Plus für den Stadtteil zu machen. So sorgte die Aufgabe der Filiale der Berliner Bank im Herbst 2014 an der Kreuzung Haselhorster Damm/Gartenfelder Straße für Unmut bei den Kunden. Nach wie vor steht das Gebäude leer. Bald könnte es zum Standort einer neuen Stadtteilbibliothek werden. Zurzeit verhandeln Bezirksamt und die Wohnungsbaugesellschaft Gewobag über die Anmietung der Räume. Im Bezirksamt ist man optimistisch, die neue Bibliothek noch in diesem Jahr eröffnen zu können. "Bibliotheken haben heute viel mehr als früher auch soziale Funktionen", ist Hanke überzeugt.

Der Zuspruch der Spandauer zu den Bibliotheken ist ohnehin groß. 2014 wurde in der Zitadellenstadt laut der Fachbereichsleiterin Bibliothek, Heike Schmidt, erstmals die Marke von 1,3 Millionen Ausleihen in allen sieben Spandauer Bibliotheken geknackt. Der Medienbestand stieg auf 306 800 - dank eines Medienetats von 355 000 Euro. 2015 können Medien für 335 000 Euro angeschafft werden.

Traurig ist Hanke darüber, dass ein Pilotprojekt zur 24-Stunden-Öffnung der Bibliothek in Kladow am Einspruch des Personalrates scheiterte. In den Nachtstunden wäre die Bibliothek ohne Personal gewesen, die Kunden wären mit ihrem Ausweis in die videoüberwachten Räume gelangt.


Christian Schindler / CS
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