Isabal Barbosa singt La Dolche Vita

Wann? 19.05.2018 19:30 Uhr

Wo? Zitadelle Spandau, Zitadelle Spandau, 13599 Berlin DE
Isabel Barbosa (Foto: Dalva Rocha)
Berlin: Zitadelle Spandau |

Liederabend mit Werken italienischer Komponisten mit Isabel Barbosa (Sopran) und Andreas Wolter (Klavier).

Die von Isabel Barbosa und Andreas Wolter vorgetragenen Gesangsstücke repräsentieren den musikalischen Reichtum der italienischen Gesangskunst. Sie umfassen die hohe Kunst des klassischen Repertoires ebenso wie die volksmusiknahen Lieder.
Nirgendwo kommt der italienische Gesangsstil schöner zum Ausdruck als in dem Spätwerk von Rossini La Regata Veneziana. Das Stück erfasst musikalisch das Erleben des Mädchens Anzoleta, die eine Regatta beobachtet, an der ihr Geliebter Momolo teilnimmt. Die weiteren Stücke verleihen in anderer Form der Schönheit des italienischen Gesangs Ausdruck. Die ersten drei Lieder kreisen um die wunderbar vielgestaltige Gefühlslandschaft der Liebe. In „Amor ch'attendi” mischen sich tiefe Sehnsucht und die Verzweiflung über nicht erwiderte Liebe.
Im Stil der italienischen Oper hat Händel mit dem „Piangero' la sorte mia“ der verstoßenen Cleopatra eine der ausdrucksvollsten Rachearien komponiert. Die Musik zu „Me voglio fa na casa” dagegen fängt das Heitere des Liebesspiels ein, sie spiegelt leichtfüßig und unbeschwert das Glänzende und Verführerische des Schmucks wider, von dem im Text die Rede ist. Paolo Tosti hat wie kein anderer den spezifisch neapolitanischen Ton des Liedes getroffen. Wenn unter dem Fenster der Geliebten am „Marechiaro“ (einem besonders schönen Platz in Neapel) ein so inniges, das Spiel der Meereswellen nachahmendes Ständchen gesungen wird, wie es Tosti vertont hat, wird aus dem Werben Erfüllung. Im Gegensatz dazu erklingt in „Non t’amo piu” die Trauer und der Schmerz der verloren gegangenen Liebe.
Zwei große Arien der italienischen Oper beschließen das Programm. Der Gesang der Amelia, der die Oper Simon Boccanegra einleitet, ist einerseits ein schwermütiger, nachdenklicher Rückblick auf die Zeit der Kindheit, andererseits ein banges Hoffen auf das Glück der Liebe. Die Einkleidung dieses tiefen Empfindens in Töne vermittelt unnachahmlich Verdis meisterhafte Kompositionskunst. In “Oh! Mio babbino caro” ist noch einmal das spezifische Flair des italienischen Liebesgesangs zu spüren. Das heiter Unbeschwerte, das Schmeichelnde, das Flehende, das Sentimentale, alles dies verschmilzt bei Puccini zu einer bezaubernden Musik.
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