Jugendliteraturpreis an Klaus Kordon: Jury verlieh zum siebten Male Auszeichnung

So macht Literatur Spaß: Preisträger Klaus Kordon (Mitte) mit der Jugendliteraturjury Spandau und Stadtrat Gerhard Hanke (links). (Foto: Christian Schindler)
Berlin: Stadtbibliothek Spandau |

Spandau. Der Spandauer Jugendliteraturpreis 2015 geht in der Sparte deutschsprachige Literatur an Klaus Kordon für „Joss“, in der Sparte übersetzte Literatur an Benjamin Alire Sáenz für „Aristoteles und Dante entdecken die Geheimnisse des Universums“.



Zum siebten Mal wurde der Spandauer Jugendliteraturpreis verliehen, der zwar nicht dotiert ist, in der literarischen Welt aber für Ansehen sorgt. Rund 20 Jugendliche sichten ein Jahr lang die aktuellen Neuerscheinungen und diskutieren, angeleitet von Jugendbibliotheksleiterin Gisela Rhein, über ihre Leseerfahrungen. Mit moderierten Spielszenen stellen sie dann die nominierten Bücher vor.

„Das Lob der jungen Leser ist mir wichtiger als die Bewertung“, sagt der diesjährige Preisträger Klaus Kordon. Der renommierte Jugendbuchautor Kordon, mittlerweile 72 Jahre alt, hat sich mit „Joss“ der Zeit der Befreiungskriege gegen Napoleon gewidmet. Der Titelheld schließt sich als Waisenjunge, dessen Eltern von Franzosen ermordet wurden, dem Lützowschen Freikorps an, um Rache zu nehmen. Doch bald erfährt er, dass die politische Situation nicht schwarz-weiß ist, und in einem Krieg viele Interessen verfolgt werden. Die Jury lobte die lebendige Darstellung eines historischen Themas.

Im Roman des amerikanischen Autors Benjamin Alire Sáenz, übersetzt von Brigitte Jakobeit, treffen zwei Jugendliche aufeinander, der Einzelgänger Aristoteles und der kontaktfreudige Dante. Durch das Kennenlernen blüht Aristoteles auf, doch stellen sich bald dieser Freundschaft viele Hindernisse in den Weg. Hier haben es die jungen Leser mit einer Geschichte zu tun, die in ihrer eigenen Gegenwart spielt.

Vor der Preisverleihung warben die Lesecoaches der Konkordia-Grundschule für weitere Jugendbücher, die sie für empfehlenswert hielten. Bildungsstadtrat Gerhard Hanke (CDU) lobte die kontinuierliche Leseförderung in den Spandauer Bibliotheken, die mit der siebten Verleihung des Spandauer Jugendliteraturpreises ihre Beständigkeit unter Beweis stellt. CS

Der Roman „Joss – oder Der Preis der Freiheit“ ist erschienen im Verlag Beltz & Gelberg (Weinheim), hat 378 Seiten, und kostet 18,95 Euro (ISBN 978-3-407-81180-6). „Aristoteles und Dante entdecken die Geheimnisse des Universums“ von Benjamin Alire Sáenz ist erschienen im Thienemann Verlag (Stuttgart), hat 384 Seiten und kostet 16,99 Euro (ISBN 978-3-522-20192-6).
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