Bezirksamt gegen Straßenbahn-Pläne: Bürgermeister vertrat andere Meinung

Letztmalig rollte eine Straßenbahn am 2. Oktober 1967 durch die Havelstadt, hier vorbei an der Kirche St. Marien am Behnitz. (Foto: Stadtarchiv Spandau)
Berlin: Rathaus Spandau |

Spandau. Die CDU-Fraktion interessierte sich in der Sitzung der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) am 8. Juli für mögliche Pläne, in der Havelstadt die Straßenbahn wieder zu aktivieren. Die war letztmalig am 2. Oktober 1967 durch Spandau gefahren.

Ende Juni hatte der Senator für Stadtentwicklung und Umwelt Andreas Geisel (SPD) die Idee ins Spiel gebracht, künftig wieder eine Straßenbahntrasse zum Rathaus Spandau zu führen. Die CDU wollte nun vom Bezirksamt wissen, ob der Bezirk „in mögliche Planungen des Stadtentwicklungssenators einbezogen“ worden sei.

Baustadtrat Carsten-Michael Röding (CDU), der betonte, die Anfrage „für das gesamte Bezirksamt“ zu beantworten, verneinte die Frage. „Da wir keine sachliche Grundlage dazu haben, können wir diese Idee auch nicht beurteilen“, sagte Röding.

Diese Antwort bewog den CDU-Fraktionsvorsitzenden Arndt Meißner zu einer Nachfrage. „Warum hat dann Bürgermeister Helmut Kleebank (SPD) in einer Pressemitteilung mögliche Pläne für eine Straßenbahn nach Spandau begrüßt“, wollte Meißner wissen. Da der Bürgermeister bei der Behandlung der CDU-Anfrage nicht im BVV-Saal anwesend war, musste erneut Röding antworten. Der betonte, dass „das Bezirksamt als Gesamtheit die Pläne nicht begrüßt“. Ud
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