Ersten 200 Flüchtlinge ziehen ein: Betreutes Wohnhaus bezugsfertig

Berlin: Flüchtlingsunterkunft |

Spandau. In diesen Tagen werden die ersten 200 Flüchtlinge in das ehemalige Geschäftshaus der Firma Schleicher Electronic an der Pichelswerderstraße einziehen.

Das Gebäude wurde seit April zu einer Gemeinschaftsunterkunft mit 500 Plätzen umgebaut. Vor allem Familien mit mehreren Kindern werden dort wohnen. Betreiberin ist die Prisod Wohnheimbetriebs GmbH, die in Spandau auch die Notunterkunft auf dem ehemaligen Kasernengelände an der Schmidt-Knobelsdorf-Straße unterhält. „Die Gemeinschaftsunterkunft ist ein betreutes Wohnhaus für Menschen, die längerfristig in Deutschland bleiben und sich integrieren wollen“, hatte Prisod-Sprecherin Susan Hermenau kürzlich bei einer Infoveranstaltung gemeinsam mit Bürgermeister Helmut Kleebank (SPD) mitgeteilt.

Das Haus hat fünf Stockwerke mit 101 Appartements in Größen von 30 bis 90 Quadratmetern. Auch ein Internetcafé, eine Bibliothek, Räume für Sprachkurse und eine betreute „Kinderbude“ gehören dazu. Sicherheitsbedenken der Anwohner räumte Susan Hermenau beim Infoabend aus. Die Polizei sehe dort kein „Gefährdungspotenzial“. Ende September hatten Unbekannte auf der Baustelle randaliert. Seitdem ermittelt der Staatsschutz.

Über die neue Unterkunft flossen die Informationen im Vorfeld nur spärlich (wir berichteten). Beim Infoabend musste sich der Bürgermeister deshalb die Kritik der Anwohner gefallen lassen, nicht früher über den Bauantrag öffentlich informiert zu haben. Helmut Kleebank räumte das Versäumnis ein. Die Prisod wiederum bot nach Absprache den Anwohnern einen Rundgang durch die neue Unterkunft an. uk
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