Offizielle Partnerschaft: Spandau und Landkreis Havelland besiegeln Verbundenheit

Umrahmt von der Spandauer Stadtgarde präsentieren Manuela Vollbrecht, Dr. Burkhard Schröder, Helmut Kleebank und Joachim Koza die Partnerschaftsurkunden. (Foto: Christian Schindler)
Berlin: Zitadelle Spandau |

Spandau. Assistiert von den politisch ranghöchsten Vertretern ihrer Gemeinden besiegelten am 10. November Bürgermeister Helmut Kleebank und Landrat Dr. Burkhard Schröder (beide SPD) die offizielle Partnerschaft zwischen Spandau und dem Landkreis Havelland.

Galt Spandau einst als heimliche Hauptstadt des Havellandes, war diese Rolle mit der Eingemeindung nach Berlin 1920 und erst recht nach dem Mauerbau 1961 beendet. Dies betonte Bezirksverordnetenvorsteher Joachim Koza (CDU) beim offiziellen Termin am 10. November im Fürstenzimmer der Zitadelle Spandaus. Dennoch riss die Verbindung nie ab. Der damalige Spandauer Bürgermeister Werner Salomon (SPD) setzte 1988, als noch nicht an die deutsche Einheit zu denken war, gegen viele Widerstände auch im damaligen West-Berlin eine Partnerschaft mit Nauen durch, die bis heute besteht.

Praktisch wurden die Verbindungen zwischen Spandau und seinem brandenburger Umland gleich nach der Maueröffnung 1989 wieder aufgenommen. Und trotzdem gibt es noch eine Menge zu tun. Bürgermeister Helmut Kleebank verwies darauf, dass es immer noch nur wenige leistungsfähige Straßenverbindungen gibt. Die Vorsitzende des Havelländischen Kreistages, Manuela Vollbrecht (SPD), dankte der Spandauer Politik für die gleich nach dem Mauerfall einsetzende Unterstützung beim Aufbau einer demokratischen Verwaltung, regte aber auch mehr Gemeinsamkeit an bei der Ansiedlung von Unternehmen, wo die beiden Kommunen auch Konkurrenten seien. Hier gelte es, die gesamte Region zu betrachten.

Die Unterschiede und zugleich auch Möglichkeiten zur Zusammenarbeit zeigten sich in den Gastgeschenken: Die Havelländer brachten Kalender mit Naturfotografien mit und stellten sich so als Touristenziel dar, Bürgermeister Kleebank revanchierte sich mit der gerade erschienen Broschüre der Türkisch-Deutschen Unternehmervereinigung Berlin-Brandenburg „Berlin – Meine Heimat“, in der Spandauer Bürger türkischer Herkunft ihre Erfolgsgeschichten erzählen. An den Biographien von Menschen wie Bilkey Öney (SPD), jetzt Ministerin für Integration des Landes Baden-Württemberg, oder Ismail Öner, Begründer des Spandauer Mitternachtssports und Träger des Integrationsbambis, können auch Brandenburger sehen, wie Zuwanderung ein Gemeinwesen bereichert. CS
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