SPD will Gedenktafel auf der Zitadelle

Haselhorst. Die SPD-Fraktion will Wladimir Gall, einen russischen Kriegshelden, ehren. Eine Gedenktafel auf Zitadelle am Juliusturm 64 soll an ihn erinnern.

Die Gedenktafel soll im Mai 2015 an der Zitadelle angebracht werden. So will es die SPD-Fraktion.

"Spandau hat Wladimir Gall viel zu verdanken, da er viele Leben und eines der schönsten Bauwerke des Bezirks gerettet hat", sagte SPD-Fraktionschef Christian Haß. Außerdem wolle seine Fraktion damit den 8. Mai 1945 in besonderer Weise würdigen und das Kriegsende vor 70 Jahren feiern. Der entsprechende Antrag bekam im zuständigen Haushaltsausschuss bereits eine Mehrheit.

Wladimir Gall war ein sowjetischer Offizier, der im April 1945 mit seiner Einheit Spandau erreichte. Dort wurde er zusammen mit Major Grischin als Parlamentär eingesetzt. Offiziere der deutschen Wehrmacht und der SS hatten sich in Spandau in der Zitadelle verschanzt. Da bei einem Angriff auch mehrere Hundert Zivilisten in der Zitadelle ums Leben gekommen wären, ließ Wladimir Gall die Zitadelle nicht bombardieren, sondern handelte mit dem Kommandanten die Kapitulation aus. Diese erfolgte am 1. Mai 1945, also wenige Tage vor Ende des Zweiten Weltkrieges.


Ulrike Kiefert / uk
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