Kulturstadtrat befürchtet wegen der Verschiebung Wegfall von Fördermitteln

Haselhorst. Die Eröffnung der neuen großen Dauerausstellung "Enthüllt! Berlin und seine Denkmäler" auf der Zitadelle muss ein weiteres Mal verschoben werden. Geplant ist jetzt der 31. März 2015.

Grund sind laut Kulturstadtrat Gerhard Hanke (CDU) "unvorhergesehene bauliche Zusatzarbeiten". Dazu kämen personelle Engpässe in der Bauleitung, weshalb das Facility Management von Bürgermeister Helmut Kleebank (SPD) notwendige Ausschreibungen noch nicht habe vornehmen können.

Erst am 19. Februar 2014 hatten die Bezirksspitze und der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) Richtfest für die seit Jahren geplante Ausstellung gefeiert. Allerdings sollte die Schau mit rund 150 Denkmälern vom 18. Jahrhundert bis in die jüngste Vergangenheit eigentlich schon 2013 eröffnen. Vor allem statische Probleme sorgten für eine Verschiebung. Vorgesehen war zuletzt eine Eröffnung im November 2014.

Mit der erneuten Verschiebung sieht Hanke auf Spandau eventuell finanzielle Probleme zukommen. Finanziert wird das Projekt nämlich aus europäischen Fördertöpfen, die aber auch eine Beteiligung des Landes Berlin erfordern. Bisher kostet das gesamte Projekt, darunter der Umbau der Häuser 6 und 8, gut 14 Millionen Euro. Rund 58 Prozent davon kommen aus Lottomitteln, die quasi der Berliner Anteil sind. Der Rest kommt aus Europa.

"Die Fördermittel sind für einen diesjährigen Fertigstellungstermin berechnet worden", beschreibt Hanke die Schwierigkeit. Sollten Fördermittel wegen Terminüberschreitungen ausfallen, könnte der Bezirk in die Pflicht kommen. "Das wird derzeit geprüft", sagt Hanke. Bürgermeister Kleebank hat dagegen keine Hinweise, dass Fördermittel wegfallen könnten. Ohnehin wären auch bei einer Eröffnung im November 2014 noch nicht alle Arbeiten beendet und alle Fördermittel ausgegeben.

Hanke nennt aber ein weiteres Problem: "Die bereits sanierten Standbilder müssen gegebenenfalls noch einen Winter im Freien stehen." Viele von ihnen waren nach erheblichen Schäden, die durch Vergraben im Boden entstanden, oder auch durch Vandalismus, für die Ausstellung aufwendig restauriert worden.


Christian Schindler / CS
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