Mehr Plätze zum Schlafen: Bezirk erweitert sein Angebot für obdachlose Frauen

Carola Bräunlein, Leiterin der DRK-Gemeinschaft Wohlfahrt und Soziales, Spandaus DRK-Präsident Alexander Liebig und Sozialstadtrat Frank Bewig im Besprechungsraum der Notunterkunft. (Foto: Christian Schindler)
Berlin: DRK Spandau |

Spandau. Kurz vor Beginn der offiziellen Kältehilfe-Angebote erhöht der Bezirk die Unterstützungsmöglichkeiten für obdachlose Frauen.

Berlinweit beginnen am 1. November die Kältehilfe-Angebote. Bis zu 800 Menschen, die auf der Straße leben, soll bei Bedarf eine warme Übernachtung ermöglicht werden. In der vergangenen Saison konnte Sozialstadtrat Frank Bewig (CDU) erstmals den Kreisverband Spandau des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) als Träger gewinnen, der an der Galenstraße 29 Plätze für obdachlose Frauen einrichtete. „Im Durchschnitt war die Einrichtung zu 60 Prozent belegt“, sagt Bewig. Dabei ist zu berücksichtigen, dass obdachlose Menschen vor allem in den Innstadtbezirken unterwegs sind, und der vergangene Winter eher mild war.

In Spandau werden auch Menschen aufgenommen, die in der Innenstadt keinen sicheren Schlafplatz gefunden haben. Der Bezirk bietet zudem die Herberge zur Heimat mit zehn Plätzen für Männer und Frauen an. In der kommenden Saison wird die geschützte Unterkunft für Frauen erweitert. Ab November stehen 18 Plätze zur Verfügung. Zwei hauptamtliche Mitarbeiterinnen werden von ehrenamtlichen Helfern der neugegründeten DRK-Gemeinschaft Wohlfahrt und Soziales unterstützt. Pro Übernachtung erhält der Bezirk 15 Euro vom Senat. Derzeit laufen Verhandlungen über eine Erhöhung der Summe. Geöffnet ist die Notunterkunft spätestens ab 20 Uhr, die Frauen können dort bis acht Uhr morgens bleiben.

Sozialstadtrat Bewig hat die Notunterkunft um eine sozialpädagogische Betreuung erweitert. Sie unterstützt beim Ausfüllen von Anträgen, bietet Begleitung bei Behördengängen an oder Informationen zu Hilfsmöglichkeiten bei Notlagen, zum Beispiel Mietschulden. Zweimal wöchentlich ist geschultes Fachpersonal vor Ort. Diese Angebote lässt sich der Bezirk 3000 Euro kosten, die bei Bedarf noch erhöht werden.

Dass eine solche Hilfe auch fruchtet, kann der Spandauer DRK-Präsident Alexander Liebig berichten: „In der vergangenen Saison konnte einer Frau zu einer Arbeit und Wohnung verholfen werden.“ CS
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