Erster Spatenstich bei Weiß-Blau: BMW baut Logistikzentrum für sein Motorradwerk

Erster Spatenstich: Cornelia Yzer mit Carsten-Michael Röding (2. von links) und Helmut Kleebank (rechts). (Foto: Ulrike Kiefert)
Berlin: BMW Motorradwerk |

Haselhorst. BMW hat den Bau eines neuen Logistikzentrums für sein Motorradwerk Am Juliusturm 14-38 begonnen. Spandaus Baustadtrat brachte die druckfrische Baugenehmigung zum Spatenstich mit.

Die bayerischen Motorenwerke (BMW) planen in den nächsten Jahren Investitionen von mehr als 100 Millionen Euro an ihrem Standort in Spandau. Auf dem Werksgelände in Siemensstadt soll bis 2017 unter anderem ein neues Logistikzentrum für das Motorradwerk entstehen.

Die Nachricht ist nicht neu. Wie berichtet, hatte BMW dies bereits beim Besuch von Berlins Regierenden Bürgermeister Michael Müller (SPD) im April angekündigt. Mit einem symbolischen Spatenstich haben jetzt, am 13. Oktober die Bauarbeiten begonnen. Zuvor hatte Baustadtrat Carsten-Michael Röding (CDU) Berlins Wirtschaftssenatorin Cornelia Yzer (CDU) die druckfrische Baugenehmigung überreicht, die von Werksleiter Marc Sielemann schnell unterschrieben wurde. Erst danach griffen Yzer und Sielemann mit Stephan Schaller, dem Leiter von BMW Motorrad, Bürgermeister Helmut Kleebank (SPD) und Carsten-Michael Röding zum Spaten.

BMW investiert für das 35 000 Quadratmeter große Logistikzentrum sowie für ein neues Lackierwerk rund 100 Millionen Euro aus eigener Tasche, also ohne Fördermittel vom Land. Der Autobauer will sein Berliner Werk in Spandau zu einer der weltweit modernsten Motorradfabriken ausbauen. Kernstück der Investition ist ein 36 Meter hohes Hochregal-Lager mit 32.000 Stellplätzen für Teilebehälter. Täglich sollen eine Million Teile mit einem vollautomatischen Transportsystem in die Fabrikhallen transportiert werden. Dort entstehen daraus bis zu 700 Motorräder täglich. Durch die neue Logistik würden täglich 500 werksinterne Transporte eingespart, informierte Werksleiter Marc Sielemann. BMW stellt sich nach eigenen Angaben damit darauf ein, die Produktion mittelfristig zu verdoppeln. Im Vorjahr hatten zum ersten Mal 125.000 Fahrzeuge das Spandauer Werk verlassen.

Um das neue Logistikzentrum bauen zu können, hatte BMW vor drei Jahren das benachbarte Herlitz-Gelände Am Juliusturm gekauft. Auf dem Grundstück stand jahrelang die Ruine eines unvollendeten Bürogebäudes, das sogenannte Spandauer Tor. Es wurde abgerissen. uk
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