Standortdebatte um Schule: Bleibt Ellef-Ringnes am Ausweichstandort

Heiligensee. Die Ellef-Ringnes-Grundschule könnte dauerhaft an ihrem Ausweichstandort im Erpelgrund bleiben. Die Elternschaft ist über entsprechende Pläne im Bezirksamt gespalten.

Die Ursache für den Umzug der Ellef-Ringnes-Grundschule vom Stolpmünder Weg in den Erpelgrund war dramatisch. In der Nacht zum 1. Oktober 2013 waren die Turnhalle und zwei Horthäuser einem Brand zum Opfer gefallen. Ein Glück im Unglück: die ehemalige Heiligensee-Grundschule im Erpelgrund stand leer, und konnte schnell als Ausweichstandort in Betrieb genommen werden.

Wie Schulstadträtin Katrin Schultze-Berndt (CDU) auf der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) am 15. April auf eine Anfrage des SPD-Verordneten Aleksander Dzembritzki mitteilte, war der Rückzug der Ellef-Ringnes-Grundschule zuletzt für das Schuljahr 2017/2018 geplant.

Doch seit 2014 ergibt sich eine neue Situation: Die Prognose der Schülerzahlen weist einen steigenden Bedarf aus, insbesondere bei den Integrierten Sekundarschulen. Das Bezirksamt bewertete die Situation in Heiligensee neue. Der alte Standort könnte für die Bedürfnisse einer Integrierten Sekundarschule ausgebaut werden, in diesem Fall als Filiale der Albrecht-Haushofer-Schule.

Für Schultze-Berndt ist diese Lösung sinnvoll, weil sich ein großer Teil der Schüler und Eltern der Ellef-Ringes-Grundschule mit dem Ausweichstandort angefreundet haben. Für den Erpelgrund spreche auch, dass der Hortbereich komplett auf dem Schulgelände bleiben könne. In den Schulgremien habe sich eine Zwei-Drittel-Mehrheit der Eltern für den neuen Standort ausgesprochen, ein Drittel wünscht sich den Rückzug. Die Positionen seien vor allem abhängig vom Wohnort der Eltern. Am 4. Mai soll die Schulkonferenz eine Entscheidung treffen.

Zuvor lädt die Reinickendorfer SPD zu einer Diskussion über die Schulpolitik in Heiligensee mit dem Schwerpunkt Ellef-Ringnes-Grundschule am 27. April um 19.30 Uhr in die Ottfried-Preußler-Grundschule, Schulzendorfer Straße 198. Als Gesprächspartner stehen der SPD-Kreisvorsitzende und Abgeordnete Jörg Stroedter, der Fraktionsvorsitzende in der BVV, Gilbert Collé und der Vorsitzende des Schulausschusses, Aleksander Dzembritzki, zur Verfügung.


Christian Schindler / CS
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