Defizite und Chancen: Für Heinersdorf soll bis 2017 ein Entwicklungskonzept erarbeitet werden

Heinersdorf. Für Heinersdorf wird ein integriertes städtebauliches Entwicklungskonzept (ISEK) erarbeitet. Im kommenden Jahr soll damit begonnen werden, 2017 soll es fertig sein.

Das teilte Stadtentwicklungsstadtrat Jens-Holger Kirchner (Bündnis 90/Die Grünen) den Verordneten auf der jüngsten Sitzung der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) mit. Die Verordneten verankerten ihrerseits die dafür erforderlichen finanziellen Mittel im Doppelhaushalt des Bezirks für die nächsten zwei Jahre. Die Erarbeitung eines ISEK regten die Verordneten im März vergangenen Jahres an. Gerade in Heinersdorf gibt es noch zahlreiche städtebauliche Defizite. Der Ortskern ist alles andere als attraktiv. Viele Autofahrer nutzen ihn vor allem als Durchfahrtsstraße. Auf der anderen Seite sind für den Ortsteil etliche Bauvorhaben in Planung. Die bedürfen einer Gesamtbetrachtung. Geprüft werden muss auch, welche Auswirkungen die vorgesehene Bebauung des einstigen Rangier- und Güterbahnhofs – das Projekt "Pankower Tor" – auf den Ortsteil hat.

Im Rahmen der Erarbeitung des ISEK sollen unter anderem städtebauliche Missstände erfasst und Vorschläge zu deren Behebung unterbreitet werden. Außerdem soll dargestellt werden, was an neuen Grünflächen und Spielplätzen, Kindergärten, Schulen, Sportplätzen und generationsübergreifenden Angeboten nötig ist. Vor allem für den Ortskern von Heinersdorf erwarten die Bezirkspolitiker Vorschläge, wie dieser vom Verkehr entlastet und attraktiver gestaltet werden könnte. Deshalb soll dieser Bereich bei der Erarbeitung des ISEK besonders intensiv betrachtet werden, erklärt Kirchner.

Mit einem ISEK hat der Bezirk bereitsim Ortsteil Buch gute Erfahrungen gemacht. Dort konnten inzwischen unter anderem Kitas, Schulen und Spielplätze auf Vordermann gebracht und ein Bürgerhaus eingerichtet werden. Auch für das Wohngebiet Ernst-Thälmann-Park in Prenzlauer Berg wurde im vergangenen Jahr ein ISEK als Grundlage für weitere Handlungsschritte der Bezirksverwaltung erarbeitet.

Etwa 150.000 Euro werden in die Erarbeitung des Konzeptes gesteckt. Zunächst werden vom Bezirksamt in Abstimmung mit dem Stadtentwicklungsausschuss der BVV die Rahmenbedingungen festgelegt. Im kommenden Jahr soll dann die Erarbeitung ausgeschrieben werden. BW
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