Auf den Imam Abdul Basit Tariq warten neue Aufgaben

Abdul Basit Tariq erlebte eine bewegte Zeit, als die Khadija-Moschee gebaut und eingeweiht wurde. (Foto: BW)

Heinersdorf. Der Iman der Berliner Ahmadiyya Muslim Gemeinde, Abdul Basit Tariq, nimmt Abschied von Berlin. Mit einigen Unterbrechungen leitete er fast 16 Jahre lang die relativ überschaubare Gemeinde mit rund 200 Mitgliedern.

Bundesweit bekannt wurde er 2006. Seinerzeit stellte der Imam die Pläne seiner Gemeinde vor, eine Moschee an der Tiniusstraße 5 zu bauen. Der bislang wenig bekannten Glaubensgemeinschaft schlugen plötzlich Wellen von Ablehnung und Unterstützung entgegen. Dass sie so polarisieren würde, hatten die Gemeindemitglieder anfangs nicht gedacht. Anwohner, aber auch Gruppierungen aus dem rechten Spektrum machten gegen die Baupläne aus unterschiedlichen Gründen mobil. Die Pankower Bezirkspolitik unterstützte indes den Bau dieser ersten Moschee im Osten Berlins. Auch Heinersdorfer gründeten eine Initiative, die sich für mehr Weltoffenheit in ihrem Ortsteil einsetzte.

Im Herbst 2008 konnte die neue Khadija-Moschee schließlich eröffnet werden. Zur Eröffnung reiste eigens das weltweite Oberhaupt der Ahmadiyya, Khalif Mirza Masroor Ahmad, aus London an. Auch der damalige Bundestagsvizepräsident Wolfgang Thierse nahm teil. Imam Abdul Basit Tariq, der aufregende Jahre hinter sich hatte, zog in eine Wohnung neben der Moschee ein und wurde Heinersdorfer. Nun ist der 66-Jährige nach Ginsheim in der Nähe von Mainz versetzt worden. Seine Nachfolge als Imam in Heinersdorf wird Said Ahmed Arif antreten.


Bernd Wähner / BW
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