BVV: Straßenbahn soll ab Heinersdorf häufiger fahren als bisher

Heinersdorf. Das Bezirksamt soll sich bei den dafür zuständigen Stellen für eine Verdichtung der Taktzeit auf dem Abschnitt der Straßenbahnlinie M 2 zwischen Am Steinberg und Heinersdorfer Wendeschleife einsetzen.

Diesen Beschluss fasste die Bezirksverordnetenversammlung (BVV) auf Antrag der Fraktionen von SPD und Bündnis 90/Die Grünen. Vor allem in der Hauptverkehrszeit sollte der Takt auf 15 Minuten, besser noch auf zehn Minuten verdichtet werden, fordern die Verordneten. Eine entsprechende Taktverdichtung sollte durch die BVG und die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung in Angriff genommen werden. "Der Ortsteil Heinersdorf erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Hierher ziehen vermehrt Familien", sagt der Bezirksverordnete Roland Schröder (SPD). Für die Heinersdorfer ist die M 2 eigentlich eine günstige Verbindung zum S-Bahnring sowie zum Verkehrsknoten Alexanderplatz. Der derzeitige 20-Minuten-Takt ab Ortskern macht sie allerdings für viele unattraktiv. Etliche fahren mit Fahrrad oder Auto bis zur Haltestelle Am Steinberg. Von dort fährt die Bahn in einem Fünf- bis Sieben-Minuten-Takt zum Alexanderplatz. Die Bezirkspolitiker sind der Auffassung, dass ein Anstieg der Fahrgastzahlen auf dem Heinersdorfer Abschnitt zu erwarten ist, wenn die Straßenbahn häufiger fahren würde. Dass das funktionieren kann, hat bereits die Taktverdichtung auf der Strecke ab Am Steinberg gezeigt. Dort fuhren die Bahnen alle zehn Minuten. Seitdem sie häufiger fahren, wird die Strecke von Fahrgästen noch mehr frequentiert. Schröder hatte sich kürzlich mit einer Anfrage zum Thema an das Bezirksamt gewandt. Die BVG teilte daraufhin mit, dass eine Taktverdichtung auf zehn Minuten baulich und signaltechnisch möglich sei. Auch die Anzahl der eingesetzten Züge müsse nicht groß verändert werden. Um eventuelle Verspätungen im Betriebsablauf abfangen zu können, wäre nur ein Zug mehr nötig. Für eine Taktverdichtung wäre laut BVG ein zusätzliches "Besteller-Entgelt" in Höhe von 99 000 Euro im Jahr nötig, das der Senat zu zahlen hätte. Der 15-Minuten-Takt würde zusätzlich 33 000 Euro kosten. Im Vergleich zur erheblichen Angebotsverbesserung seien diese Kosten als niedrig einzustufen, meinen zumindest die Bezirksverordneten.


Bernd Wähner / BW
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