Die Ernst-Haeckel-Oberschule will Leselust mit digitalen Projekten wecken

Matthias Scheibleger leitet die Projekt zu den neuen Medien an der Haeckel-Oberschule. Er hat unter anderem die Neothek eingerichtet. (Foto: hari)
Berlin: Ernst-Haeckel-Schule |

Angesichts der Vielzahl Neuer Medien haben Jugendliche die Wahl, woher sie Informationen bekommen und womit sie ihre Freizeit verbringen. Die Neothek in der Haeckel-Schule fasst diese Möglichkeiten zusammen, um die Leselust zu fördern.

Die treibende Kraft im Umgang mit den neuen Medien an der Schule ist Matthias Scheibleger. Der Medienpädagoge vom Verein Kids & Co arbeitet seit 2014 an der Schule. Durch das Bonusprogramm des Senats konnte Schulleiter Jörn-Peter Roloff das Gehalt und die notwendige Technik für die Projekte finanzieren. „Das ist eine gute Investitionen in die Zukunft der Schule und der Schüler“, sagt er. Scheibleger hat mehrere Projekte an der Schule entwickelt. Eines davon heißt „Digitale Hieroglyphen“. Dabei übersetzen die Schüler Texte aus Jugendbüchern in sogenannte Emojis. Das sind Bildschriftzeichen, die bei SMS oder Chats längere Begriffe ersetzen. „Wir knüpfen damit an die Kommunikationsgewohnheiten der Schüler an. Gleichzeitig erfahren sie, dass Bildkommunikation ihre Grenzen hat“, erläutert Scheibleger.

Ein anderes Medienprojekt ist das Super-Buch. Schüler der siebenten Klassen suchen einzeln oder in Paaren ein Buch heraus, dass sie der Klasse vorstellen. Den Auftakt bildet in jedem Jahr die „Buchrallye“. Die Schüler suchen sich in der Bezirkszentralbibliothek Mark Twain die Bücher aus. Dabei lernen sie den Umgang mit Signaturen, Genres, Coverbildern und Klappentexten.

Die Medienarbeit ist mit dem gesamten Unterricht und Leben an der Schule vernetzt. Das umfasst besonders den Sprachunterricht. Bücher aus der Schulbibliothek können auch online bestellt werden. Für leseschwache Schüler gibt es besonders Angebote wie Comics, um sie an das Lesen heranzuführen.

Für Schüler, die sich für die Arbeit mit Medien interessieren, gibt es in der Neothek ein ganz besonderes Angebot. Hier ist ein kleines Studio mit einem „Greenscreen“. Das ist eine analog zu den aus Film- und Fernsehstudios „Bluescreens“ bekannten neutralen Hintergründen eine in grün gehaltene Wand. Diese kann, etwa bei einem Interview, mit digitalen Bildern gefüllt werden. So entstehen Szenen mit flexiblen Hintergründen, ähnlich wie bei Hollywood-Filmen.
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