Mozart-Schule ergreift Maßnahmen gegen Gewalt und Disziplinlosigkeit

Lucas, Adrian, Katharina und Melissa gehören der Gruppe der 7a der Mozart-Schule an, die bei einem bezirklichen Gewaltpräventionsprojekt einen Sonderpreis gewann. (Foto: hari)
Berlin: Wolfgang-Amadeus-Mozart-Schule |

Hellersdorf. Die Mozart-Schule ist wegen Gewaltvorfällen in die Schlagzeilen geraten. Der neue Schulleiter sucht mit Lehrern und Eltern nach Lösungen. Eine Auszeichnung für eine Schülergruppe zeigt, wie auch die Jungen und Mädchen dabei mit einbezogen werden können.

Die Schüler der 7a hatten drei Clips für den bezirlichen Wettbewerb um das beste gewaltfreie Klassenklima eingereicht. Die Jury wertete die Clips als Beispiele dafür, wie Jugendliche lernen können, was wichtig, richtig und was falsch ist. Einer, der sich besonders über den Preis freut, ist Gerald Miebs. Der kommissarische Leiter der Mozart-Schule sieht den Sonderpreis als ein Hoffnungszeichen.

Als die Schüler der 7a im Herbst vergangenen Jahres mit dem Filmprojekt begannen, gab es bereits erhebliche Probleme mit der Disziplin und Gewalt an der Sekundarschule. Das ganze Ausmaß wurde der Öffentlichkeit durch einen Brandbrief von Eltern Anfang dieses Jahres bekannt.

Im März setzte die Schulverwaltung die Schulleiterin ab und Gerals Miebs ein. Sein Auftrag lautet, bis Schuljahresende Grundlagen für eine bessere Lernatmosphäre an der Mozart-Schule zu schaffen. "Wir müssen alle zusammenarbeiten, Lehrer, Schüler, Eltern, um voranzukommen“, sagt er.

Inzwischen hat die Sekundarschule einige Maßnahmen ergriffen, um ein gewaltfreies Klima an der Schule zu schaffen. Es gibt ein neues und vor allem gemeinsames Verständnis im Kollegium, welche Regeln an der Schule gelten. Zusammen mit den Eltern wurde eine neue Hausordnung erarbeitet. Die Pausenaufsicht ist laut Miebs straffer organisiert und gerechter auf alle Lehrer verteilt. Gerade beginne ein spezielles Training für die Lehrer, in kritischen Situationen mit den Schülern zurechtzukommen.

Besonderen Wert legt Miebs darauf, dass die Schule wieder ein geschützter Raum ist. In der Vergangenheit hatten wiederholt schulfremde Jugendliche den Schulhof betreten und Gewalt in die Schule getragen. Das Bezirksamt hat deshalb dem Wunsch der Eltern entsprochen und lässt einen neuen Zaun mit einheitlicher Größe um das Schulgelände setzen. hari
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