Schnelllerner des Melanchthon-Gymnasiums forschen im Schulalltag

Emilia Kalota (links) und Natalie Bockarev beobachten Peruanische Samtschrecken. (Foto: hari)

Hellersdorf. Das Melanchthon-Gymnasium beteiligt sich an dem Berliner Netzwerk Naturwissenschaften für Gymnasien. Es ermöglicht Schülern und Lehrern Zugang zu Forschungseinrichtungen.

Insgesamt gehören fünf Berliner Gymnasien dem Netzwerk an. Die Oberschulen unterzeichneten am 28. September gemeinsam mit der Humboldt-Universität und der Technik Akademie der Siemens AG die Gründungsurkunde für das Netzwerk. Hierdurch sollen unterschiedliche Kooperationen eingeleitet werden, durch die Schule und Forschung sich enger verknüpfen. Die Einbindung von Schülern und Lehrern in Forschungsprojekte gehören dazu wie auch Praktika von Studenten an den Schulen.

„Für uns ist das die Gelegenheit, unsere noch junge naturwissenschaftliche Profilierung zu schärfen“, sagt Jörg Spieler, Leiter des Melanchthon-Gymnasiums. Seine Schule schlösse damit gleichauf mit einer Reihe teil sehr renommierter Berliner Gymnasien und ebne ihren Schülern den Zugang zu interessanten Lernerfahrungen. Das Melanchthon-Gymnasium hat seit dem vergangenen Jahr eine sogenannte Schnelllernklasse, die im Unterricht als Schwerpunkt die Naturwissenschaften hat. „Schnelllerner“ sind besonders begabte Kinder, die schon aber der fünften Klasse in ein Gymnasium aufgenommen werden. Diese Klassen sind eine besondere Form der Begabtenförderung.

Die Frühstarter im Melanchthon-Gymnasium werden intensiver als andere Schüler an die Naturwissenschaften herangeführt. Sie beschäftigen sich früh mit Experimenten und Grundlagen der Naturwissenschaften. Seit dem vergangenen Schuljahr kooperiert die Schule zum Beispiel mit der Alice-Salomon-Hochschule. Im Rahmen einer Arbeitsgemeinschaft führen Schüler der fünften Klassen einmal pro Woche im Kinderforschungszentrum „Helleum“ naturwissenschaftliche Experimente durch.

Der enge Bezug zur naturwissenschaftlichen Praxis kommt bei den Jungen und Mädchen gut an. Unter anderem verfolgen sie derzeit das Wachstum der Peruanischen Samtschrecken. Diese werden in einem Glas gehalten, gefüttert und beobachtet. „Ich finde es einfach interessant, durch Experimente neue Sachen zu erfahren“, sagt Emilia Kalota (11) aus Mahlsdorf. hari

Mehr Infos unter www.melanchthon-schule-berlin.de.
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