Staatliche Grundschule und Privatschule kooperieren

Berlin: bip-Schule |

Hellersdorf. Not macht erfinderisch. Die Grundschulen platzen überall im Bezirk aus den Nähten. Das Bezirksamt stand vor der Wahl, eine private Schule aus einem bezirkseigenem Schulgebäude zu werfen oder eine andere Lösung zu suchen.

Das Schulamt entschied sich, ein Experiment zu wagen. Sie bringt eine Schule in freier Trägerschaft ab kommendem Schuljahr mit einer öffentlichen Schule in einem Gebäude unter. Träger der Privatschule ist die bip Bildung und innovative Pädagogik gGmbH. Der freie Träger betreibt seine Schule in der Peter-Huchel-Straße. In einem Teil des Gebäudes soll ab kommendem Schuljahr eine Grundschule aus Hellersdorf einziehen. Das wäre einzigartig in Berlin.

Welche Grundschule oder welche Teile dieser Grundschule mit in das Gebäude ziehen, ist noch entschieden. Die Pusteblume-Grundschule und die Grundschule am Schleipfuhl sind im Gespräch. „Die Schüler der Schleipfuhl-Grundschule hätten es näher zum Schulgebäude“, sagt Bürgermeister Stefan Komoß (SPD).

Die bip GmbH baut seit 2011 in der Peter-Huchel-Straße eine Kita und eine Grundschule auf. Die erste und die Hälfte der zweiten Etage hat die Kita belegt. Die andere Hälfte der zweiten und die dritte Etage die Grundschule mit bislang vier Grundschulklassen und insgesamt 90 Schülern.

In die noch leer stehende vierte Etage sollen ab Ende August 2016 zwei Klassenstufen einer staatlichen Grundschule ziehen, wahrscheinlich der Grundschule am Schleipfuhl. Sie ist dreizügig und hat rund 170 Schüler. Damit wäre das Schulgebäude bis zum Rand gefüllt.

Für den Betrieb einer Kita und zweier Einrichtungen unterschiedlicher Schulformen gibt es keine Blaupause. Klar ist derzeit nur, dass die Schüler beider Schulen die gleichen Ein-und Aufgänge sowie den Schulhof gemeinsam nutzen. Noch nicht geklärt ist, wie die leer stehende Turnhalle gemeinsam genutzt werden soll.

Ein weiteres Problem ist der gemeinsame Eingangsbereich für Kita-Kinder und Schüler. „Die Sicherheit besonders der Kita-Kinder müssen wir im Auge haben“, sagt eine Vertreterin des Trägers der freien Schule. Sie schlägt daher vor, dass von der staatlichen Schule die jüngeren Kinder, also die Erst- und Zweitklässler, kämen. hari
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