Rechte dringen in "Hellersdorf hilft" ein

Hellersdorf. Neonazis haben am Dienstag, 7. Oktober, die Begegnungsstätte der Initiative "Hellersdorf hilft" in der Schneeberger Straße 17 überfallen.

In dem Ladenlokal trifft sich die Initiative regelmäßig zu öffentliche Versammlungen. Ein Teilnehmer war gegen 18 Uhr von Rechten im Kastanienboulevard erkannt worden. Die Neonazis folgten ihm zum Veranstaltungsort und drangen dort in den Vorraum ein, wo sie von Mitgliedern der Initiative aufgehalten wurden.

Die Störer verstellten die Türen, riefen ausländerfeindliche Parolen und machten Fotos von den Anwesenden. Von der Initiative herbeigerufene Polizeibeamte erteilten den rund 15 Personen einen Platzverweis und nahmen von einigen die Personalien auf. Der Verein stellte Strafanzeige wegen Hausfriedensbruch. Der Staatsschutz hat die Ermittlungen aufgenommen.

Die Initiative hat sich im vergangenen Jahr im Zusammenhang mit der Eröffnung des Asylbewerberheims in der Carola-Neher-Straße gegründet. Sie will die dort lebenden Flüchtlinge unterstützen und gegen Angriffe verteidigen. Mitglieder der Initiative waren in der Vergangenheit mehrfach Zielscheibe von Angriffen aus der rechten Szene.


Harald Ritter / hari
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