Die Kleingartenanlage am Teterower Ring erhält neue Parzellen und zwei Mustergärten

Stadtrat Christian Gräff und Günter Landgraf, Präsident des Berliner Landesverbandes der Gartenfreunde, pflanzten eine Eberesche. Foto: hari (Foto: hari)

Hellersdorf. Nicht zuletzt wegen des steigenden Bedarfs an Wohnflächen stehen Kleingärten deutschlandweit unter Druck. Der Bezirk setzt dagegen ein Zeichen und vergrößert die Fläche der Kleingartenanlage „Am Teterower Ring“.

Die neuen Flächen befinden sich am nördlichen Ende der Kleingartenanlage an der Cecilienstraße. Sie waren bisher Brachland, von Unkraut überwuchert und teilweise sogar als illegales Endlager für Bauabfall genutzt. Es handelt sich insgesamt um rund 4500 Quadratmeter.

Auf diesem Areal sollen zwölf neue Gartenparzellen entstehen. Zehn davon sind für die Nutzung als „normale“ Gartenanlagen vorgesehen, deren Gestaltung im Rahmen des Kleingartengesetzes den neuen Pächtern freigestellt ist.

Einer der neuen Pächter ist Gordon Lehmann (35). Seine Eltern zogen kurz nach seiner Geburt nach Hellersdorf. Hier hat er seither gewohnt und inzwischen mit seiner Partnerin auch ein Kind, die anderthalbjährige Maja. „Wir finden es besonders schön, dass unsere Kleine im Garten aufwachsen kann“, sagt er.

Der Mitarbeiter einer Straßen- und Tiefbaufirma wohnt mit seiner kleinen Familie in einer Wohnung in der Ehm-Welk-Straße. „Ich wohne gern in Hellersdorf, auch weil es hier schön grün ist. Aber die Möglichkeit, hier einen eigenen Garten zu haben, ist doch noch etwas anderes“, erklärt er.

Zwei der zwölf Parzellen gestaltet der Bezirksverband Hellersdorf zur Internationalen Gartenausstellung (IGA) 2017 als "Vorzeigegärten". Das Projekt nennt sich "Gärten für die Zukunft“.

Die eine Musterparzelle wird wie ein Garten in einer modernen Kleingartenanlage mit der typischen Nutzung als Erholungs- und Anbaufläche hergerichtet. Unter anderem sind Obstbäume und Sträucher geplant, ein Gewächshaus sowie eine Kompost- und eine Regenwassersammelanlage.

Die zweite Parzelle wird nach den Vorgaben des Kleingartengesetzes gestaltet. Sie soll Anbau von Gemüse und Obst auf einem Drittel der Fläche mit dem Umweltgedanken verbinden. Hier sollen Nistkästen für Vögel und eine Blumenwiese als „Bienenweide“ entstehen. Außerdem ist geplant, auf zwei anliegenden kleinen Flächen Bänke für Besucher der Musterparzellen und Spaziergänger aufzustellen. hari
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