IGA 2017: Anwohner sorgen sich um Kienberg und Wuhletal

Stadtrat Christian Gräff (CDU) und IGA-Geschäftsführer Christoph Schmidt (rechts) stellten sich auf der Einwohnerversammlung den Fragen. (Foto: hari)

Hellersdorf. Die Pläne für die Internationale Gartenausstellung IGA 2017 stoßen in weiten Teilen der Bevölkerung im Bezirk überwiegend auf Zustimmung. Anwohnerinitiativen stellen aber weiter besorgte Fragen.

Eine grundlegende Frage ist die nach der Nutzungsvereinbarung für das Wuhletal und das Gelände am Kienberg. Eine solche Nutzungsvereinbarung hat das Bezirksamt mit der Grün Berlin GmbH abgeschlossen. Beide Teile des künftigen IGA-Geländes gehören dem Land und werden vom Bezirksamt verwaltet.

Cornelia Kahl von der Bürgerinitiative Kienberg-Wuhletal stellte Ende Februar bei der BVV einen Bürgerantrag zur Durchführung einer Bürgerversammlung. Dieser Antrag wurde von der ausreichenden Zahl von Bezirksverordneten aus den Fraktionen der Linken und der Piratenpartei unterstützt und fand am 6. Mai im Freizeitforum Marzahn statt.

Hauptgegenstand der Versammlung war die Presseerklärung, die das Bezirksamt anlässlich der Unterzeichnung der Nutzungsvereinbarung abgegeben hatte. Die Befürchtungen von Anwohnern bezogen sich unter anderem auf die lange Laufzeit der Vereinbarung von 20 Jahren. Der häufig geäußerte Verdacht: Wuhletal und Kienberg sollen langfristig in die Gärten der Welt einbezogen werden.

Christian Gräff (CDU), Stadtrat für Stadtentwicklung, stellte auf der Versammlung klar: "Die Grün Berlin GmbH übernimmt lediglich die Pflege und Wartung der Anlagen." Das Grünflächenamt sei dadurch entlastet. Im Übrigen dürfe die Grün Berlin keine Änderungen auf den Flächen ohne Zustimmung des Bezirks vornehmen.

Christoph Schmidt, Geschäftsführer der Grün Berlin GmbH und der IGA 2017 GmbH, hebt hervor, dass bei allen Planungen zu Umgestaltungen in Wuhletal und am Kienberg die Umweltverbände einbezogen sind. "Wir haben beispielsweise auf deren Vorschlag unsere Pläne zur Neugestaltung des Wuhleteichs verändert", erklärt er. Statt einer Betonierung des Ufers sei inzwischen ein Flachwasserbiotop an dessen Rande vorgesehen.

"Meine Fragen sind längst nicht alle beantwortet", erklärt dagegen Kahl. Sie hatte bei der Vorsteherin der BVV, Kathrin Bernikas (CDU), einen umfangreichen Fragenkatalog eingereicht. Diese betrafen unter anderem die Einzäunungen im Zusammenhang mit Baumaßnahmen im Vorfeld der IGA und das Nutzungskonzept für Wuhletal und Kienberg nach dem Ende der IGA. Hier hielten sich die Verantwortlichen noch bedeckt, weil die Planungen noch nicht weit genug gediehen seien.


Harald Ritter / hari
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