Das andere Bild vom "Zigeuner"

Das Zwangslager in Marzahn war ab 1936 Schicksalsort für die Berliner Sinti und Roma. (Foto: Bundesarchiv Koblenz)

Hellersdorf. Zwei Ausstellungen in der Pyramide beleuchten bis 7. Juni die Geschichte der Sinti und Roma in Deutschland und im Bezirk.

"Typisch Zigeuner?" beschäftigt sich mit dem Mythos und der Lebenswirklichkeit der Sinti und Roma in Deutschland. Die Ausstellung dokumentiert auf vielfältige Weise "Zigeunerbilder" aus Literatur, Musik, Malerei und Film. Darüber hinaus informiert sie über die Geschichte und die Zigeunerfeindlicheit in Politik, Wissenschaft und Institutionen. Auch wird auf die Lebenssituation der Sinti und Roma in der Bundesrepublik eingegangen. Die Ausstellung des Hauses für Kultur, Bildung und Antiziganismusforschung "Romnokher" in Mannheim war zuvor in München und Stuttgart zu sehen. Eine weitere Ausstellung zeigt zeitgleich die Verfolgung der Berliner Sinti und Roma während der Nazizeit. Ein Schwerpunkt ist das Zwangslager auf den ehemaligen Rieselfeldern nahe des Parkfriedhofs Marzahn. Hier waren ab 1936 die Sinti und Roma der Reichshauptstadt interniert. Die meisten von ihnen wurden später in Vernichtungslager deportiert. Diese Ausstellung wurde anlässlich des 80. Jahrestags der nationalsozialistischen Machtergreifung vom Landesverband Deutscher Sinti und Roma Berlin-Brandenburg gestaltet.

Die Pyramide, Riesaer Straße 94, ist Montag bis Freitag 10 bis 18 Uhr geöffnet, www.ausstellungszentrumpyramide.de, 902 93 41 32.

Harald Ritter / hari
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