Ehepaar engagiert sich gemeinsam im Ehrenamt

Kathrin Schwuchow zeigt ihrem Mann Jörg einen Weihnachtsstern, den sie zusammen mit einem Demenzkranken in der "Haltestelle Diakonie" gebastelt hat. (Foto: hari)

Hellersdorf. Ein Ehepaar kümmert sich aufopferungsvoll um Menschen, die an Demenz erkrankt sind. Dafür wurde es zusammen mit anderen Ehrenamtlichen von der Bezirksverordnetenversammlung geehrt.

In der "Haltestelle Diakonie" finden Demenzkranke Ablenkung und ein Stück Lebensnormalität. Sie befindet sich im Gemeindezentrum der evangelischen Kirchengemeinde Hellersdorf in der Glauchauer Straße 7. Rund 40 ehrenamtliche Helfer kümmern sich um rund 50 Menschen mit Demenz.

Kathrin und Jörg Schwuchow gehören zu den ehrenamtlichen Betreuern der Diakonie. "Das Besondere an ihnen ist nicht nur, dass sie gemeinsam als Eheleute helfen. Sie sind auch besonders engagiert", sagt Gabriele Lißner, Leiterin der "Haltestelle Diakonie". Sie schlug der Bezirksverordnetenversammlung das Ehepaar Schwuchow zur Auszeichnung anlässlich des Tages des Ehrenamtes am 5. Dezember vor.

Als weitere Eigenschaft hebt Lißner die Bescheidenheit der Schwuchows hervor. Tatsächlich scheint beiden das Aufheben um ihre Personen ein wenig peinlich. "Hier leisten viele Menschen Wichtiges", sagt Jörg Schwuchow (47).

Der gelernte Maler suchte vor acht Jahren eine ehrenamtliche Arbeit. Damals gab es im Bezirk noch keine Freiwilligenagentur und die Suche erwies sich als nicht ganz leicht. "In der Diakonie fand ich das Richtige" erklärt er. Er betreut von Anfang an denselben demenzkranken Menschen in Hellersdorf. Die Diakonie legt Wert auf solche individuellen und langfristigen Bindungen. Die Betreuer selbst sind in Gruppen organisiert. Jörg Schwuchow leitet eine.

Das Ehrenamt ihres Mannes machte Kathrin Schwuchow (43) neugierig. Nur ein halbes Jahr nach ihm stieß sie auch zur "Haltestelle Diakonie". Dabei hat das Ehepaar vier Kinder, wenn auch inzwischen drei im Erwachsenenalter sind. Außer ihren Betreuungsaufgaben leistet sie wichtige Dienste in der Fahrbereitschaft.

Die Demenzkranken kommen regelmäßig zur "Haltestelle Diakonie" in der Glauchauer Straße. Viele von ihnen werden, weil es keine andere Möglichkeit gibt, von Betreuern abgeholt und wieder nach Hause gebracht. Im Gemeindezentrum wird gemeinsam gebastelt, werden von den Betreuern Spiele und andere Abwechslungen organisiert.


Harald Ritter / hari
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