Film über ein Theaterstück von Jugendlichen

Lotta Gerlach aus Pankow und Marcus Nagel aus Hellersdorf sowie Saskia Preuschoff aus Kaulsdorf trafen sich vor den Proben auf dem Alexanderplatz. (Foto: hari)

Hellersdorf. Das Leben in Berlin-Mitte und am Stadtrand in Helle Mitte ist Gegenstand von Theaterstücken und einem Film darüber. Die Darsteller sind Jugendliche aus ganz Berlin.

"Alexanderplatz - Marzahn-Hellersdorf: Der Puls dazwischen" lautet der Titel des Films, mit Berliner Jugendlichen als Darsteller. Der Film zeigt das Entstehen von zwei Theaterinszenierungen, eine mit dem Schwerpunkt Alexanderplatz und die andere mit dem Schwerpunkt in Hellersdorf. Dabei versucht er, in den Spielszenen die Lebenswirklichkeit junger Menschen in Berlin zu reflektieren. Die Idee zu den Theaterstücken und später auch zum Filmprojekt hatte Franziska Naumann-Gashi. Die Regisseurin macht seit sieben Jahren mit ihrem Theaterkollektiv "göttliche samen" in Berlin Theaterprojekte mit Jugendlichen. Für ihre Projekte sucht sie sich die Darsteller an authentischen Plätzen oder wirbt an Schulen dafür.

Das Theaterstück über Marzahn-Hellersdorf greift die gängigen Klischees über den Bezirk auf: sozialen Abstieg, Kälte und Gewalt. Die Theatertruppe erzählt aber auch von den Menschen, die sich in den Plattenbauten wohlfühlen und ihr Leben meistern.

Marcus Nagel beispielsweise ist als Kind mit seinen Geschwistern und der Mutter in die noch junge Hellersdorfer Großsiedlung gezogen. Er war einer der ersten Schüler in der neuen Grundschule für geistig Behinderte am Mummelsoll. Er lebt mit seinen Geschwistern bis heute in einer Wohngemeinschaft, geht in einer Behindertenwerkstatt einer Arbeit nach und findet seit Jahren bei "göttliche samen" im Schauspiel Freunde und Anerkennung.

Saskia Preuschoff (16) ist in Hellersdorf aufgewachsen. Sie wohnt aber inzwischen mit ihren Eltern im Siedlungsgebiet in Kaulsdorf. Die 16-Jährige bereitet sich an der Virchow-Oberschule auf das Abitur vor. "Hellersdorf ist nicht grau, sondern bunt. Das wollte ich zeigen", sagt sie.

Der Film wird am Sonntag, 14. April um 15 Uhr im Arsenal Kino, Potsdamer Straße 2, erstmals gezeigt. Er dauert 90 Minuten. Eintritt frei.

Harald Ritter / hari
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