In Hellersdorf ist der Mangel an Kita-Plätzen groß

Die ehemalige Kita in der Wurzener Straße wird von Jugendprojekten genutzt. (Foto: hari)

Hellersdorf. Der Mangel an Kita-Plätzen ist ein Dauerthema. Warum also stehen Kitas leer oder werden wie in der Wurzener Straße für andere Zwecke verwendet? So mancher Bürger reibt sich da verwundert die Augen

"Warum wird die Kita in der Wurzener Straße nicht wieder aufgemacht?" fragt ein Berliner Woche-Leser aus der Franz-Stenzer-Straße, dessen Enkelin verzweifelt in Hellersdorf einen Kita-Platz für ihr Kind gesucht hat und es jetzt in eine Einrichtung nach Lichtenberg bringt. "Wir haben in diesem Gebiet neben Mahlsdorf den größten Mangel an Kita-Plätzen", gibt Jugendstadträtin Juliane Witt (Die Linke) zu. Insgesamt fehlen beidseits der Louis-Lewin-Straße derzeit 320 Plätze. Doch die Kita in der Wurzener Straße wird inzwischen für die Jugendarbeit genutzt. Mehrere Jugendprojekte haben in dem Gebäude ihre Heimstatt. Nutzer ist der Träger Kudepo, der dem Bezirk gegenüber auf die Sanierung des Gebäudes verzichtet hat. Diesem Umstand allein verdankt das Gebäude, dass es nicht abgerissen wurde.

In unmittelbarere Nähe zur Wurzener Straße befindet sich in der Torgauer Straße 27/29 ein weiteres ehemaliges Kita-Gebäude. Dieses wurde vom Liegenschaftsfonds mit der Auflage verkauft, es wieder als Kita zu nutzen. Dort wird künftig wieder eine Kita mit 150 Plätzen betrieben werden. Darüber hinaus baut der Träger AWO Spree-Wuhle e.V. die Kita im Naumburger Ring 25 zu einer Kita mit ebenfalls 150 Plätzen aus. Witt macht allen jungen Eltern Mut, dass die neuen Kita-Plätze im kommenden Sommer zur Verfügung stehen. Weitere Kita-Plätze seien in Planung.


Harald Ritter / hari
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