Mietshaus nach Havarie teilweise nicht mehr bewohnbar

Die Wände der Wohnung von Gunter Mauer sind nach der Havarie klitschnass. Aus dem Trockner in seiner Wohnung holt er jeden Tag rund einen halben Liter Wasser. (Foto: hari)

Hellersdorf. Eine Havarie des Wasserleitungssystems am 13. August hat ein Mietshaus an der Stollberger Straße teilweise unbewohnbar gemacht. Die Mieter sind vom Servicebüros des Vermieters, der Deutschen Wohnen, enttäuscht.

Ein Unwetter mit Hagelschlag hat am 13. August einige Wohnungen des Hauses unbewohnbar gemacht. Die Hagelkörner verstopften Siebe der Regenentwässerung. Wasser drang auf einer Seite des Hauses vom Dach in die darunter gelegenen Wohnungen. Mieter mussten ausziehen. In den Wohnungen darunter kann nur unter großen Einschränkungen gelebt werden. Das Wasser legte sämtliche Elektroleitungen lahm. Die Mieter bekommen zwar Elektrizität über ein Notstromaggregat, aber jeweils nur über eine Steckdose pro Wohnung.

Gunter Mauer hat ein kompliziertes Netz von Verlängerungskabeln gelegt. Die wichtigste Verbindung geht zum Trockner, der den ganzen Tag über läuft. „Da muss ich mir schon genau überlegen, ob ich zusätzlich noch den Kühlschrank oder den Fernseher anschließe“, sagt er. Seine tägliche warme Mahlzeit bereitet er sich auf einem Kocher zu. In der Küche hängt Tapete streifenweise von der Wand, noch schlimmer sieht es in seinem Schlafzimmer aus.

Mit dem Schadensmanagement der Deutsche Wohnen AG, ist Mauer unzufrieden. Die vom Vermieter beauftragte Servicefirma habe Schuld am Chaos in seiner Wohnung. „Die haben an der verstopften Leitung einmal geruckt und dann alles einfach so gelassen, wie es war“, erklärt er. Beim nächsten Regen sei das Wasser wieder durch die Decke gekommen. Die Deutsche Wohnen habe ihm zwar einen Trockner aufgestellt aber niemand sagt ihm, wann seine Wohnung endlich renoviert wird. Wer die Schäden in seiner Wohnung bezahlen wird, weiß er auch noch nicht genau. „Die Mitarbeiterin unseres Servicebüros hat gesagt, dass wir uns an unsere Haushaltsversicherung wenden sollen“, erzählt er.

„Da ist wohl einiges in der Kommunikation vor Ort nicht richtig gelaufen“, erklärt Julian Pinnig, Pressesprecher der Deutsche Wohnen, auf Anfrage der Berliner Woche. Selbstverständlich käme die Versicherung des Vermieters für alle Schäden auf. Die Mieter, deren Wohnungen überhaupt nicht mehr nutzbar seien, hätten eine Ersatzwohnung zur Verfügung gestellte bekommen. Die Versorgung über Notstrom und nur eine Steckdose pro Wohnung sei gegenwärtig allerdings nicht anders möglich. Wann die Renovierungsarbeiten beginnen können, darüber könne er aber zum Zeitpunkt keine Voraussagen machen. „Das entscheiden unsere Mitarbeiter vor Ort“, erklärt er. hari
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