"Neue Grottkauer Straße" soll neuen Namen erhalten

Der U-Bahnhof "Neue Grottkauer Straße" soll im Zusammenhang mit der IGA 2017 in "Gärten der Welt" umbenannt werden. (Foto: hari)

Hellersdorf. Erneut gibt es Streit um ein Vorhaben zur IGA 2017. Nach der Diskussion um eine Seilbahn wollen jetzt SPD und CDU den U-Bahnhof Neue Grottkauer Straße in "Gärten der Welt" umbenennen. Die Linke zieht nicht mit.

"Eine Umbenennung hätte Vorteil für den Tourismus im Bezirk", argumentiert der SPD-Fraktionsvorsitzende in der Bezirksverordnetenversammlung Gordon Lemm. Auch für die CDU steht der touristische Nutzen eines solchen Schrittes im Vordergrund. "Aus dem Berliner U-Bahn-Plan wäre sofort ersichtlich, dass es auch im äußersten Osten der Stadt einen lohnenswerten Anlaufpunkt gibt", erläutert der CDU-Fraktionschef in der BVV Carsten Wilke. Gemeinsam haben die beiden Fraktionen daher den Antrag gestellt, den U-Bahnhof "Neue Grottkauer Straße" in "Gärten der Welt" umzubenennen. Im Untertitel soll allerdings der alte Name erhalten bleiben.

Der U-Bahnhof wurde 1989 mit dem Namen "Heinz-Hoffmann-Straße" eröffnet. 1992 erhielt er den Namen Grottkauer Straße und 1996 den heutigen Namen.

Gegen die erneute Umbenennung gibt es jedoch in der BVV Widerstand. Die Linksfraktion hat einen Gegenantrag gestellt. Danach soll der U-Bahnhof den Namen "Gärten der Welt" nur im Untertitel tragen. Der gültige, eingebürgerte Name soll erhalten bleiben. Der U-Bahnhof werde nur während der IGA ein Hauptzugang zum IGA-Gelände und damit zu den Gärten der Welt sein. "Wir gehen davon aus, dass der Kienberg und alle anderen, der IGA zusätzlich zur Verfügung gestellten Flächen nach der IGA wieder der Öffentlichkeit zugänglich sein werden. Deshalb ist eine dauerhafte Umbenennung nicht sinnvoll", erklärt der Linke-Verordnete Christian Schwinge.

"Wir prüfen die Umbenennung unabhängig vom Diskussionsstand im Bezirk", sagt Christian Gaebler (SPD), Staatssekretär in der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung. Die Gegenargumente seien nicht von der Hand zu weisen.


Die Anträge werden voraussichtlich auf der nächsten Sitzung der Bezirksverordnetenversammlung am 27. März behandelt. Sitzungsbeginn ist um 17 Uhr im Freizeitforum Marzahn, Marzahner Promenade 55.


Harald Ritter / hari
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