Anträge auf Unterhalt weiter in der Warteschleife

Berlin: Jugendamt Marzahn-Hellersdorf |

Wer einen Unterhaltsvorschuss neu beantragt, muss in der Regel lange darauf warten. Erst im Laufe des Jahres ist mit Entspannung zu rechnen.

Die Unterhaltsvorschussstelle kämpft immer noch mit den Folgen einer Gesetzesänderung im vergangenen Jahr. Bis zum Juli hatten nur Kinder bis zum Alter von zwölf Jahren einen Anspruch auf Unterhaltsvorschuss, wenn der getrennt lebende Vater oder die getrennt lebende Mutter ihren gesetzlichen Verpflichtungen nicht nachkamen. Seit dem 1. Juli haben auch Jugendliche bis zum Alter von 18 Jahren einen Anspruch auf Vorauszahlungen vom Staat.

2016 wurden vom Amt in Marzahn-Hellersdorf 4250 Anträge bearbeitet. Allein von Juli bis Dezember 2017 kamen aufgrund der Gesetzesänderung 3690 Anträge neu hinzu. Von diesen waren Anfang Januar 1950 Anträge bearbeitet.

In der Unterhaltsvorschussstelle sind gegenwärtig 18 Sachbearbeiter beschäftigt. Zwei von ihnen arbeiten normalerweise in anderen Abteilungen. Drei Sachbearbeiter wurden neu eingestellt, sind aber noch nicht voll eingearbeitet.

„Wir werden aufgrund der Lage weitere Mitarbeiter einstellen und uns die Stellen im Nachhinein vom Land genehmigen lassen“, sagt Jugendstadtrat Gordon Lemm (SPD). Einen Durchschnittswert für die Dauer der Bearbeitung eines Antrages kann er nicht angeben, da sie auch abhängig davon sei, wann alle notwendigen Unterlagen eingereicht seien. Anträge von Alleinerziehenden im Hartz-IV-Bezug würden vorrangig bearbeitet. „Ich rechne damit, dass innerhalb der kommenden zwei bis drei Monate eine Entspannung eintritt“, erklärt der Stadtrat.
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