Eine Praktikantin als Chefin

Ottilie Vonbank hängt ein Foto für die aktuelle Ausstellung von Flüchtlingskindern im Haus Kompass auf. (Foto: hari)
Berlin: Haus Kompass |

Hellersdorf. Das Stadtteilzentrum im Haus Kompass wird zwei Monate von Ottilie Vonbank geleitet. Die 27-Jährige studiert an der Alice-Salomon-Hochschule (ASH) und fühlt sich der Aufgabe als „Chefin“ durchaus gewachsen.

Ich bin seit dem 1. Juli hier im Haus und man hat mir alles gezeigt, was hier läuft und wie es hier läuft“, erklärt Vonbank. Außerdem habe die Geschäftsführung des Trägervereins Klub 74 ihre Geschäftsstelle im Haus, sodass sie bei Problemen nachfragen kann. „Ich denke auch, dass wir im Haus Kompass, ein gutes, eingespieltes Team haben.“

Ottilie Vonbank studiert an der ASH das Fach „Soziale Arbeit“. Anfang kommenden Jahres wird sie ihr Studium mit dem Bachelor abschließen und danach voraussichtlich eine Tätigkeit in der Nachbarschafts- und Familienarbeit aufnehmen.

Im Stadtteilzentrum ersetzt sie zwei Monate lang den Leiter des Stadtteilzentrums Hellersdorf-Süd im Haus Kompass, Karsten Mühle. Dieser hat sich bereits Anfang August in den Urlaub und in die anschließende Elternzeit verabschiedet. Die Stadtteilarbeit in Hellersdorf-Süd ist auf zwei Häuser aufgeteilt. Im Klub 74, Am Baltenring 74, wird im Wesentlichen die Arbeit mit Senioren gemacht. Das Haus Kompass, Kummerower Ring 42, hat als Schwerpunkt die Nachbarschaftsarbeit, die Arbeit mit Familien, Kindern und Jugendlichen im Stadtteil.

Wie viele ASH-Studenten hatte Vonbank bis zu ihrem Praktikum kaum Berührungspunkte mit Marzahn-Hellersdorf. Das hat sich mit dem Praktikum im Stadtteilzentrum schlagartig geändert. Ihr erstes Fazit fällt durchweg positiv aus. „Ich finde es spannend, hier zu arbeiten und die Menschen besser kennenzulernen“, sagt sie.

Einer ihrer ersten Beiträge zur Arbeit im Stadtteilzentrum war die Ausstellung „ZuFlucht“. Die Ausstellung mit Fotografien von Flüchtlingskindern aus dem Asylbewerberheim in der Maxie-Wander-Straße ging direkt von der ASH auf ihre Initiative hin in die beiden Häuser des Stadtteilzentrums. Hier sind die Fotos, aufgeteilt auf den Kompass und den Klub 74, bis zum 11. September zu sehen.

Ein Novum ist auch der Mitarbeiter-Tag, den die Stundentin eingeführt hat. Die Mitarbeiter des Stadtteilzentrums sollen Gelegenheit bekommen, sich über Probleme auszutauschen. Zudem soll das Zusammengehörigkeitsgefühl gefestigt werden. Daher ist das Haus Kompass am Montag, 17. August, geschlossen. „Da sind noch Ferien, da geht das“, erklärt sie. hari

Mehr Infos unter www.kompass-berlin.org.
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