Nico Vajen (35) tritt die Nachfolge von Hartmut Wittig in der evangelischen Kirchengemeinde Hellersdorf an

Pfarrer Nico Vajen (35) freut sich auf die Arbeit in und mit der evangelischen Kirchengemeinde Hellersdorf. An der Glauchauer Straße 7 befindet sich das Gemeindezentrum. (Foto: hari)
Berlin: Evangelische Kirchengemeinde Hellersdorf |

Hellersdorf. „Mit ist bewusst, dass ich in ziemlich große Fußstapfen trete“, sagt Nico Vajen. Der 35-Jährige ist seit Anfang August der neue Pfarrer der Evangelische Kirchengemeinde Hellersdorf. Er folgt auf Hartmut Wittig, den langjährigen Seelsorger der Gemeinde, der sich in den Ruhestand verabschiedet hat.

„Hier finde ich eine große und lebendige Gemeinde vor, das macht mir Mut, die Herausforderung anzunehmen“, erklärt Nico Vajen. Die Evangelische Kirchengemende Hellersdorf hat rund 3500 Mitglieder. An der Adorfer Straße betreibt sie eine Kita und eine Lebensmittelausgabestelle der Berliner Tafel für bedürftige Menschen im Stadtteil und die Diakonie einen Jugendklub. Die Gemeinde engagiert sich aber auch in Hellersdorf und hat im November 2016 das „Café auf Rädern“ ins Leben gerufen. Zudem hat sie sich unter Hartmut Wittig auch für Demokratie und Toleranz im Bezirk eingeetzt.

„An all das lässt sich sehr gut anknüpfen, es stellt aber auch eine Verpflichtung dar“, erklärt Vajen. Er sei noch dabei, sich zu orientieren, kennenzulernen und zu verstehen, was er vorfinde. Eigene Ideen habe er auch schon, damit werde er aber erst vor die Gemeinde treten, wenn die Zeit dafür reif sei.

Vajen stammt aus dem niedersächsischen Ort Zeven, der auf halbem Weg zwischen Bremen und Hamburg liegt. Seine Ausbildung absolvierte er im Missionsseminar Herrmannsburg, teilweise auch in Göttingen. Nach Abschluss seiner Ausbildung absolvierte er Auslandspraktika in Indonesien und England. Ein Vikariat schloss sich 2015 in Bremervörde an.

Seine erste Stelle als Pfarrer trat er im selben Jahr im Storchendorf Linum/Brandenburg an. Er war dort für acht kleine Kirchengemeinden mit rund 900 Mitgliedern verantwortlich, die auf neun Dörfer verteilt sind. Um das Gemeindeleben offener zu gestalteten, installierte er einen monatlichen Seniorennachmittag, einen Bibelkreis und einen Glaubensgrundkurs zum Reformationsjahr.

Nach zwei Jahren sah er die Möglichkeit, sich und seiner Familie den Wunsch zu erfüllen, in Berlin zu leben. Seine aus dem Vietnam stammende Frau ist in Marzahn aufgewachsen. „Von daher kenne ich den Bezirk schon ein wenig“, erklärt Vajen. Seine Frau ist auch als Predigerin in der vietnamesischen evangelischen Gemeinde tätig. Kennengelernt haben sich die beiden auf dem Missionsseminar in Herrmannsburg.

Mit Frau und den Kindern Felicia (5) und Robin (3) bezog Vajen das Pfarrhaus, das gleich neben der Kirche mit Gemeindezentrum an der Glauchauer Straße 7 liegt. „Es gefällt uns hier sehr und ich bin gespannt auf die Menschen, die ich noch kennenlernen werde“, sagt Vajen. hari
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