Verein Grünes Haus für Hellersdorf erhält kein Grundstück

Hellersdorf. Der Verein "Grünes Haus für Hellersdorf" erhält kein Ersatzgrundstück für seinen früheren Kräutergarten. Die Bezirksverordnetenversammlung (BVV) lehnte eine solche Forderung der Linksfraktion ab.

In dem Antrag der Linken hieß es, dass das Bezirksamt dem Verein eine Ersatzfläche für den Kräutergarten in der Nähe der Begegnungsstätte an der Boizenburger Straße anbieten sollte. Dem Antrag schlossen sich nur die Piraten an. Die Fraktionen von B’90/Grüne, CDU und SPD stimmten dagegen.

Den 400 Quadratmeter großen Erlebnis-Kräutergarten hatte der Verein nach dem Vorbild mittelalterlicher Klostergärten gestaltet. Er orientierte sich an der Gartenkunde von Hildegard von Bingen und konnte täglich und nach Anmeldung besucht werden.

2013 gab das Bezirksamt jedoch das Grundstück an den Liegenschaftsfonds des Landes Berlin ab. Er verkaufte es im vergangenen Jahr an einen Investor, der darauf Wohnungen errichten will. Der Verein unterlag bei dem Bieterverfahren.

Die Linke kritisierte vor allem das Abstimmungsverhalten der Grünen. Sie waren das Zünglein an der Waage. Rechnerisch haben die Linke, Piraten und Grüne eine Mehrheit in der Bezirksverordnetenversammlung.

"Wir sind niemals gegen einen Kräutergarten", erklärte Bernadette Kern, Fraktionsvorsitzende von B’90/Grüne. Aber die Linke habe ausdrücklich verlangt, dem Verein eine Fläche in der Nähe der Begegnungsstätte zur Verfügung zu stellen. Das hätte bedeutet, ein Grundstück zu kaufen. Dies sei aufgrund der Haushaltslage aber nicht denkbar.


Harald Ritter / hari
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