Kaputte Gehwegplatten und Bordsteine bleiben ein Problem

Angehobene Gehwegplatten wie an der Bansiner Straße sind gefährliche Stolperfallen. (Foto: hari)

Die Seniorenvertretung Marzahn-Hellersdorf beklagt den miserablen Zustand der Gehwege im Bezirk. Angehobene Platten und fehlende Bordsteinabsenkungen stellen für Ältere ein großes Problem dar.

„Wer die Füße nicht mehr richtig heben kann oder sogar einen Rollator benutzt, der kommt auf vielen Wegen im Bezirk nicht weit“, sagt Petra Ritter, amtierende Vorsitzende der Seniorenvertretung des Bezirks. Regelmäßig beschwerten sich Bürger bei der Seniorenvertretung darüber. Außerdem kenne sie die Situation aus eigener Erfahrung.

Im Oktober dieses Jahres wandte sie sich an den Ausschuss für Sicherheit und Ordnung in der Bezirksverordnetenversammlung und forderte eine zeitnahe Beseitigung aller Gefahrenstellen und eine Bestandsaufnahme der Bordsteinkanten, die in Marzahn-Hellersdorf abzusenken sind. Dabei sollten Senioren oder andere Ehrenamtliche mitwirken.

Der Ausschuss wies diese Forderung allerdings zurück. „Wenn wir ein Problem aufgreifen, müssen wir auch im Auge haben, was rechtlich möglich und durch die Bezirksverwaltung umsetzbar ist“, sagt der stellvertretende Vorsitzende des Ausschusses Thoma Pfeiffer (CDU).

Pro Jahr gehen beim bezirklichen Straßen- oder Ordnungsamt rund 500 Beschwerden von Bürgern über schlechte Gehwege ein. „Das Thema ist beim Straßenamt ständig präsent“, teilt Verkehrsstadtrat Johannes Martin (CDU) auf Anfrage mit. Doch Marzahn-Hellersdorf stehen im Haushalt pro Jahr insgesamt nur rund drei Millionen Euro für die Instandsetzung aller Straßen und Gehwege zur Verfügung.

Der Ausschuss hat daher einen eigenen abgeschwächten Antrag formuliert. Darin verlangt er vom Bezirksamt, sich um die Sicherheitsbelange von Senioren kontinuierlich zu kümmern. Wo noch keine Bordsteine abgesenkt wurden, soll das schrittweise nachgeholt werden. Dabei sollen besonders Gehwege berücksichtigt werden, die zu Senioren- und Freizeiteinrichtungen führen.

„Wir sind noch nicht zufrieden“, sagt Ritter. Es sei aber ein Anfang. Sie werde auf ihre ursprünglichen Anliegen allerdings spätestens auf der nächsten Senioren-BVV zurückkommen.
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