Hellersdorfer Promenade: Sanierung beginnt im Sommer

20 Millionen Euro investiert die Deutsche Wohnen in die Sanierung der Hellersdorfer Promenade. (Foto: Grafik: Deutsche Wohnen)

Hellersdorf. Die Deutsche Wohnen AG will in den kommenden vier Jahren ihre Grundstücke und Häuser in der Hellersdorf Promenade sanieren.

"Die Sanierung wird wahrscheinlich im Juli oder August beginnen", sagt Julian Pinnig, Pressesprecher des Unternehmens. Ziel sei es, die Wohnqualität zu erhöhen und die Bindung der Mieter an ihren Kiez zu stärken.

Die Deutsche Wohnen AG hat die Grundstücke mit Häusern im April 2013 gekauft und bewirtschaftet diese seit Anfang dieses Jahres selbst. Es handelt sich um rund 1300 Mieteinheiten, Wohn- und Gewerberäume. Der Leerstand liegt gegenwärtig bei fünf Prozent.

Im Rahmen der Sanierung werden die Fassaden wärmegedämmt und modernisiert sowie die Isolierungen und Dämmungen von Dach- und Kellerdecken erneuert. Balkonbrüstungen werden teilweise ausgetauscht oder neu verkleidet und neue Balkone errichtet. Zur energetischen Sanierung gehört auch der Austausch von Fenstern. Um die Hellersdorfer Promenade familienfreundlicher zu machen, werden auch die Außen- und Grünanlagen neu gestaltet. Betonierte Innenhöfe werden entsiegelt und bepflanzt.

Die Deutsche Wohnen AG will auch Wege und Zufahrten sowie Erholungsinseln mit Bänken anlegen. Außerdem gibt es neue Spielplätze.

Die Sanierung soll abschnittsweise bis 2017 von Nord nach Süd erfolgen. Rund 20 Millionen Euro will die Deutsche Wohnen AG investieren. Im Zuge der Sanierung erhöht die Wohnungsgesellschaft die Mieten um rund 25 Prozent. "Die Nettokaltmiete von jetzt durchschnittlich 4,40 Euro pro Quadratmeter wird auf 5,40 Euro steigen", erklärt Pinnig.

Bisherige Planungen wie beispielsweise die Gestaltung eines "Europaviertels" in der Hellersdorfer Promenade verfolgt die Deutsche Wohnen AG nicht weiter. Die in dem Zusammenhang erfolgte Bemalung an den Fassaden in der Stendaler Straße bleibt aber erhalten.

"Die Reaktionen der Bewohner auf die Sanierungsankündigung sind bisher eher verhalten", sagt Daniela Kuhnert, Leiterin des Quartiersmanagements Hellersdorfer Promenade. Das liege vermutlich daran, dass Vermieter in der Vergangenheit viel versprochen aber fast nichts gehalten hätten.


Harald Ritter / hari
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