Das Francemobil wirbt an Schulen für die Sprache unser Nachbarn

Französischlehrerin Babett Brüser wirbt für die Sprache. (Foto: Ralf Drescher)
Berlin: Gebrüder Montgolfier-Gymnasium |

Johannisthal. Ein unscheinbarer weißer Renault und eine nette junge Französin, das ist das Francemobil. Jetzt machte sie am Gebrüder Montgolfier-Gymnasium am Ellernweg Station.

Clarisse Mombet spielt vom Laptop ein Lied. Es heißt „Alors on danse“, gesungen vom Rapper Stromae. Die Schüler sollen sagen, woher der Musiker kommt. Schnell einigen sich die Neuntklässler auf Belgien (richtig). Clarisse hängt eine Weltkarte an die Tafel und zeigt, wo überall Französisch gesprochen wird. In der Schweiz, Belgien und Frankreich, in Teilen Afrikas, in Französisch-Guayana (Südamerika) und im frankophonen Teil von Kanada.

„Meine Schüler werden so animiert, mit einer Muttersprachlerin die Sprache zu sprechen. Vielleicht trägt das auch dazu bei, dass auch in der Oberstufe Französisch weiter gelernt wird“, sagt Babett Brüser, die Französischlehrerin der Neuntklässler.

Französisch ist am Gebrüder Montgolfier-Gymnasium nach Englisch zweite Fremdsprache und damit ab der 7. Klasse obligatorisch, kann aber in der Oberstufe abgewählt werden. Um den rund 600 Schülern die Sprache unserer westlichen Nachbarn schmackhaft zu machen, gibt es einen Schüleraustausch mit Belgien und Frankreich.

Die 45 Minuten mit Clarisse Mombet waren jedenfalls viel zu schnell vorbei. „Ich werde aber wieder einen Besuch des Francemobil organisieren“, verspricht Babett Brüser.

Francemobil ist ein Projekt des Institut Francais, welches durch die Robert-Bosch-Stiftung unterstützt wird. Deutschlandweit sind zwölf Lektoren mit zwölf Autos unterwegs. Seit dem Projektstart 2002 haben sie bereits rund 12 300 Schulen besucht, dabei eine Million Schüler getroffen und ihnen Frankreich etwas näher gebracht. RD

Wissenswertes unter www.francemobil.fr.
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