114 Motive werden im Rathaus Johannisthal gezeigt

An der 1916 eröffneten Abteibrücke hat sich kaum etwas verändert. (Foto: Drescher)

Johannisthal. Historischer Postkarten mit Motiven der Ortsteile des früheren Bezirks Treptow werden jetzt im Rathaus Johannisthal ausgestellt.

"Wir zeigen natürlich nur die Originale", versichert Barbara Zibler vom Bereich Museen des Bezirks. Der Förderverein des Museums, der sich inzwischen aufgelöst hat, hatte rund 200 bis zu 100 Jahre alte Ansichtskarten von einem privaten Sammler gekauft. Davon werden jetzt 114 gezeigt.

Viele Motive sind erstmals zu sehen. Die Tunnelbahn unter der Spree zwischen Treptow und Alt-Stralau muss die Berliner und auch die Ansichtskartenverlage sehr beeindruckt haben. Der 1899 eröffnete Straßenbahntunnel galt als Probe für den Bau der Berliner U-Bahn, er taucht auf zahlreichen Postkarten auf.

Andere Motive zeigen das heutige Treptow, wie es schon lange nicht mehr ist. Eine eindrucksvolle Panoramakarte mit Gasthaus Zenner, der Abteiinsel noch ohne die heutige Bogenbrücke und dem Kaiserbad am Treptower Park ist so ein Gruß aus der Vergangenheit. Bei anderen Motiven hat die Zeit die äußere Ansicht kaum verändert, so bei der 1916 errichteten Abteibrücke, einer der ersten Stahlbetonbrücken in Deutschland. Es gibt auch Motive vom Feuerwerk "Treptow in Flammen", vom 1945 gesprengten alten "Kaisersteg" über die Spree und vom Ratskeller im Johannisthaler Rathaus.

In der Ausstellung sind alle Ortsteile vertreten, die bis zur Bezirksfusion zum damaligen Treptow gehörten. Damit die wertvollen originalen Ansichtskarten nicht beschädigt werden, ist der Schauraum nur diffus beleuchtet. Zwei Vitrinen mit historischen Glückwunschkarten und mit Ansichtskarten aus dem Ersten Weltkrieg ergänzen die Ausstellung "Treptow und seine Ortsteile im Spiegel historischer Ansichtskarten zwischen 1898 und 1963". Zu sehen ist sie bei freiem Eintritt noch bis April 2015. Die feierliche Eröffnung ist am 28. August um 18 Uhr im Museum Treptow, Sterndamm 102.

Geöffnet ist Dienstag und Mittwoch von 10 bis 16 Uhr, Donnerstag von 10 bis 18 Uhr und Sonntag von 14 bis 18 Uhr, 902 97 56 71.

Ralf Drescher / RD
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