THW Treptow-Köpenick beendet Hochwassereinsatz

Die THW-Helfer mit ihrer Hochleistungspumpe "Hannibal". (Foto: Ralf Drescher)

Johannisthal. Noch eine Einsatznachbesprechung, dann ein Gruppenbild mit "Hannibal" und dann ist der Hochwassereinsatz nach gut drei Wochen wirklich vorbei.

Die Pumpengruppe des Technischen Hilfswerks Treptow-Köpenick war am 3. Juni ausgerückt (Berliner Woche berichtete). "Wir waren mit rund 40 Mitgliedern in Halle, bei Aken und bei Magdeburg im Einsatz", berichtet Johannes Großer, der für die Öffentlichkeitsarbeit des THW-Ortsverbands zuständig ist. Gefährlich wurde es in der Altstadt von Halle, in der Franz-Schubert-Straße. "Dort drückte das Wasser von zwei Seiten, von der Saale und vom Mühlgraben, in die Straßen. Und von unten kam es aus der Kanalisation", erzählt Gruppenführer Tony Balkow. Weil die Stromaggregate bereits abgebaut waren, wurde es dunkel. Als das Wasser plötzlich bei 130 Zentimetern stand und den ersten Helfern in die Wathosen lief, ließ er die Einsatzstelle räumen. Einige Tauchpumpen und ein paar Hundert Meter Schlauch mussten zurückgelassen werden. "Alle Kameraden haben diesen Einsatz ohne Schaden überstanden", sagt Tony Balkow.Die Technik konnte nach dem Ende des Hochwassers geborgen werden. Und auch "Hannibal", die Hochleistungspumpe, die pro Minute 5000 Liter fördert, steht wieder frisch geputzt in der Fahrzeughalle am Groß-Berliner Damm. Die Pumpe ist fast drei Wochen gelaufen, nur mit kurzen Pausen alle zwölf Stunden zum Auftanken. "Wir haben mit ,Hannibal‘ unter anderem die Brunnen zur Grundwasserabsenkung in Halle-Neustadt vor der Überflutung bewahrt und ein überschwemmtes Abwasserpumpwerk wieder trocken gelegt", berichtet Tony Balkow.

Thomas Falk, der Vorsitzende des THW-Ortsvereins Treptow-Köpenick, ist auf seine Männer und Frauen von der Pumpengruppe besonders stolz. "Rund die Hälfte war zum ersten Mal in so einem großen Einsatz. Wir sind auch den Arbeitgebern unserer Helfer dankbar, die ihrer Freistellung zugestimmt haben. Das zeigt doch, wie hoch der ehrenamtliche Einsatz in der Öffentlichkeit eingeschätzt wird", sagt Falk. Das THW ist ständig an neuen Helfern interessiert. Mitmachen kann, wer mindestens 17 und noch nicht 60 Jahre alt ist. Interessenten können einfach mittwochs um 19 Uhr am Groß-Berliner Damm 82a vorbeischauen.

Wissenswertes im Internet unter www.thw-treptow.de

Ralf Drescher / RD
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